Wiederherstellung des königlichen Paradeappartements des sächsischen Kurfürsten Friedrich August I.(1670/1694-1733), genannt August der Starke, und als König von Polen August II. Die Einrichtung dieser im Zweiten Weltkrieg zerstörten fünf Prunksäle ging auf die glanzvollen Feierlichkeiten zur Vermählung des sächsischen Kurprinzen Friedrich August mit der österreichischen Kaisertochter Maria Josepha im September 1719 zurück.
Der Eckparadesaal, dem auch als Ecktafelgemach genutzten Auftaktraum der Raumgruppe, wird in der Raumfassung von 1767 wieder entstehen. Der Raum erhielt in dieser Zeit zwei große baugleiche Öfen in extra dafür geschaffenen Stuckmarmornischen. Diese Öfen wurden 1945 beim Luftangriff auf Dresden zerstört, es wurde lediglich eine eiserne Ofentür eines Feuerungskastens im Trümmerschutt geborgen.
Ziel ist die Rekonstruktion von 2 Öfen, Beheizung ist nicht vorgesehen. Es existieren historische Fotografien, ein Aufmaß von 1870, der Entwurf (Ansicht) von 1767 und die geborgene Ofentür. Es waren sogenannte Aufsatzöfen: Die keramischen, mehrteiligen Aufsätze (Fayence) waren reich profiliert und weiß glasiert mit vergoldeter Ornamentik. Die gusseisernen Feuerungskästen bestanden aus einzelnen zusammengesteckten, profilierten und teilweise ornamentierten Platten mit schmiedeeisernen Ofentüren (geschmiedeter Rahmen, Blech, Schlaufen aus Messingguss). Die Öfen standen auf jeweils acht Füßen aus Sächs. Sandstein in Doggenform, waren farbig gefasst und marmoriert. Gesamthöhe: ca. 436 cm (keramischer Aufsatz mit Vase 342 cm, Ofenkasten 64 cm, Füße 30 cm, maximale Breite 116 cm. Die Leistung umfasst die Herstellung einschließlich Modellentwicklung, Lieferung und Aufstellung der beiden Öfen am Einbauort.