Am Standort des Kreiskrankenhauses Wolgast ist die Umstrukturierung der Funktionsbereiche Notaufnahme, Aufnahmestation, Funktionsdiagnostik, Erweiterung OP-Aufwachraum, Intensivstation, IMC und Palliativstation zu planen.
Für den Umbau und die Erweiterung eines Krankenhausstandorts soll die Generalplanung entsprechend den Leistungsbildern Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) §§ 34, 39 Objektplanung und § 55 Technische Ausrüstung (Anlagengruppen 1 – 8) für die Leistungsphasen LP 2 – Vorplanung, LP 3 – Entwurfsplanung, LP 4 – Genehmigungsplanung, LP 5 – Ausführungsplanung, LP 6 – Vorbereitung der Vergabe, LP 7 – Mitwirkung bei der Vergabe, LP 8 – Objektüberwachung, LP 9 – Objektbetreuung und Dokumentation sowie § 51 HOAI Tragwerksplanung für die Leistungsphasen LP 2 – Vorplanung, LP 3 – Entwurfsplanung, LP 4 – Genehmigungsplanung, LP 5 – Ausführungsplanung und LP 6 – Vorbereitung der Vergabe phasenweise beauftragt werden.
Der Auftraggeber behält sich auch die stufenweise Beauftragung einzelner Leistungs- und Projektabschnitte als Option bis zum Abschluss der Baumaßnahme vor. Ein Rechtsanspruch auf Beauftragung der Gesamtleistung besteht nicht.
Das Kreiskrankenhaus Wolgast ist ein modernes Krankenhaus mit rund 180 Betten für die Grund- und Regelversorgung von Ostvorpommern. Es besteht aus einer Anlage von mehreren Gebäuden um einen zusammenhängenden Gebäudekomplex mit verschiedenen Nutzungen. Das parkähnliche Gelände ist gekennzeichnet durch großflächige Grünzonen in denen sich die Einzelgebäude zu einem Ensemble zusammenfügen.
Das zentrale Krankenhausgebäude hat einen H-förmigen Grundriss. Es ist gegliedert in ein 4-geschossiges Bettenhaus und einen zweigeschossigen Funktionstrakt, in dem derzeit Notaufnahme, Labor, Radiologie Physikalische Therapie und Verwaltung untergebracht sind. Beide Gebäuderiegel werden mittig durch einen dreigeschossigen Baukörper verbunden, in dem sich in einem verbreiterten Erdgeschoss das Foyer und rückwärtig der OP-Bereich befindet.
Das Krankenhaus soll grundlegend für die zukünftig abzudeckenden Versorgungsaufgaben umgebaut und erweitert werden. Dafür ist es schwerpunktmäßig erforderlich, die Engpässe im Eingangsbereich sowie im OP- und Intensivbereich zu beseitigen.
Insbesondere muss die Eingangs- und Aufnahmesituation so umgestaltet werden, dass die Patientenströme sinnvoll geleitet und die Aufnahmevorgänge optimiert werden. Kurze Wege sollen eine zukünftig effektive wirtschaftliche Betreibung ermöglichen.
Dafür ist es unumgänglich, das Eingangsgebäude, in dem aufgrund der gegenwärtigen Situation im EG keine übersichtliche Verteilung der Nutzerströme möglich ist und das in den oberen Geschossen nur einspännig ist, flächenmäßig so zu vergrößern, das eine sinnvolle Aufnahme mit den notwendigen Untersuchungen und entsprechender Weiterverteilung in einem günstigen Zusammenhang entstehen kann.
Zur Entlastung der Bettenstationen ist eine Aufnahmestation geplant, auf der die ankommenden Patienten erstdiagnostiziert werden, um sie gezielt auf die entsprechende Bettenstation weiterverlegen zu können.
Im Eingangsbereich sollen getrennt aber in räumlicher Nähe zueinander eine zentrale Aufnahme und die Notaufnahme mit der Liegendkrankenvorfahrt untergebracht sein.
Der Aufwachraum ist zu vergrößern und die Intensivstation um 4 IMC-Betten aufzustocken.
In Anpassung an weitere zukünftige Versorgungsschwerpunkte ist außerdem eine Palliativstation geplant.
Da das zentrale Krankenhausgebäude von der Straße deutlich zurückgesetzt ist, tritt es im städtebaulichen Zusammenhang nicht in Erscheinung. Es wird durch die straßenbegleitende Bebauung der inzwischen nicht mehr zum Krankenhaus gehörenden Stadtvillen und ein Torgebäude mit Durchfahrt aus den dreißiger Jahren des 20sten Jahrhunderts völlig verdeckt.
In Hinblick auf die Öffentlichkeitswirksamkeit ist für den Eingangsbereiches (Torgebäude mit seiner engen Durchfahrt) des Krankenhauses im Straßenraum eine angemessene Präsenz zu schaffen.