Im Zuge der Fahrrinnenanpassung der Unter- und Außenelbe sind Arbeiten zum Neubau eines Dükers und zum Teilrückbau eines Bestandsdükers auszuführen.
Der Düker verbindet die Elbinsel Neßsand mit dem nordseitigen Ufer der Elbe in Hamburg-Blankenese und quert den Großschifffahrtsweg Elbe. Durch den Düker werden Medienleitungen für Strom (10 kV), Trinkwasser, Datenleitungen LWL und Kupfer geführt, um den Betrieb des auf der Insel befindlichen Radarturmes und des Betriebsgebäudes zu ermöglichen.
Der Bau des rund 980 m langen Dükers erfolgt im HDD-Verfahren. Der herzustellende Bohrkanal weist einen Durchmesser von ca. 20 „auf und wird mit einem Stahl-Mantelrohr 14“ ausgekleidet. In das Mantelrohr werden Kabelschutzrohre eingezogen, die wiederum die Medienleitungen aufnehmen. Landseitig werden die Medienleitungen in offenen Kabelgräben bis zu den Auflegepunkten verlegt (rund 80 m auf Neßsand und rund 50 m am Falkensteiner Ufer).
Die maßgeblich mit der Bohrung zu durchfahrenden Böden sind im fallenden und steigenden Bereich Sandauffüllungen, Schlick, Kies und Torf sowie im liegenden Bereich Glimmerschluff und -ton. Insbesondere in den Übergangsbereichen vom Sand/Kies zu Schluff bzw. Glimmerschluff sind erfahrungsgemäß Steine und Gerölle sowie Findlinge vorhanden.
Der Startpunkt liegt im strandnahen Uferbereich am Weg Falkensteiner Ufer, auf einem Campingplatz. Der Zielpunkt der Bohrung liegt auf der unter Naturschutz stehenden Elbinsel Neßsand. Die Insel ist mittels schwimmendem Gerät zu erreichen und entsprechend mit Baugerät und Material zu versorgen. Der vorhandene Anleger auf Neßsand kann nur von Personen genutzt werden, so dass Geräte und Material über den Strand anzuliefern sind. Das Rohrlager der Stahl-Mantelrohre ist auf der Insel vorgesehen. Der Einzug der Kabelschutzrohre soll ebenfalls von Neßsand aus erfolgen.
Beide Flächen liegen im hochwassergefährdeten Bereich. Die Baumaßnahme wird während der Hochwassersaison stattfinden, sodass entsprechende bauliche und organisatorische Maßnahmen zu treffen sind, um die Bauzeit einzuhalten. Neben baulichen Hochwasserschutzmaßnahmen sind auch Maßnahmen der Lärmminderung zur Einhaltung der AVV-Baulärm vorzusehen.
In Abhängigkeit der verbleibenden Bauzeit nach Inbetriebnahme des neuen Dükers sind Rückbauarbeiten am Bestandsdüker durchzuführen (optionale Leistungen). Der Rückbau umfasst auf Neßsand rund 45 m Leitungen im Strandbereich mit einem Schacht im Uferbereich Neßsand (tideabhängig). Am Falkensteiner Ufer ist ein Schacht im Bereich des Baufeldes Falkensteiner Ufer rückzubauen. Es sind alle Trennarbeiten auszuführen. Die vorhandenen Leitungen verbleiben im Bestandsdüker. Der Bestandsdüker ist eine Stahlleitung DN 700 mit rund 10 cm Betonummantelung sowie ein Begleitrohr.
Die Ausführung der Leistungen erfolgt im Spätsommer bis Winter 2019 / 2020 und endet ca. im Februar 2020. Für die Ausführung der maßgeblichen Bauleistungen steht ein Zeitfenster von 4,5 Monaten zur Verfügung (Planung/ BE vorab).