Allgemeine Bau-Beschreibung:
Das Hauptgebäude der Berufliche-Schulen-am-Gradierwerk in Bad Nauheim aus dem Jahre 1974 soll über 4 Bauabschnitte bis Dezember 2023 vollständig saniert und in einigen Bereichen umgebaut werden. Das Gebäude ist in Skelettbauweise errichtet und besteht aus Betonfertigteilen. Es hat eine Grundfläche von 79,20 x 55,99 m, die Betonstützen haben einen Achsabstand von 7,80 m. Die Decken sind als Rippendecken aus Betonfertigteilen gefertigt. Das Gebäude ist zweigeschossig, jedoch in halbgeschossig versetzten Ebenen angeordnet.
Der Unterrichtsbetrieb während der gesamten Umbau- und Sanierungszeit wird nicht unterbrochen. Dies bedeutet, dass alle Flure und Treppenhäuser, die nicht im direkten Sanierungsbereich liegen, zur Nutzung zur Verfügen stehen müssen. Auf Grund von schulischen Gegebenheiten (Prüfungszyklen) müssen lärmintensive Arbeitseinsätze mit der Bauüberwachung nach Rücksprache mit der Schulleitung koordiniert werden. Bei den Arbeiten ist darauf zu achten, dass bei der Ausführung während des Schulbetriebes, die Schüler nicht gefährdet werden dürfen.
Lagerflächen können im Außenbereich Nordseite auf der Liegenschaft nur begrenzt zur Verfügung gestellt werden. Somit hat die Anlieferung von Materialien, der Transport von Abbruchmaterial zeitnah durch das jeweilige Gewerk zu erfolgen. Die Zufahrt zu diesen Bereichen erfolgt zum Teil über die Feuerwehrzufahrten.
Im Zuge der baulichen Umsetzung werden nachfolgende wesentliche gewerkbezogene Leistungen durchgeführt:
Alle bestehenden Metall-Systemtrennwandelemente werden im Zuge der Sanierung durch Trockenbauwände ersetzt.
Die Obergeschosse (Ebene 3+4) sind auf der Ost-und Westseite um jeweils eine Achse von 7,80 m zurückgesetzt, so dass die Dachterrassen als Fluchtwege vorhanden sind.
Im Zuge der Baumaßnahmen wird die Schule mit einer behindertengerechten Aufzugsanlage ausgestattet. Der Aufzug wird zwischen dem Treppenraum „Nord“ und der Außenfassade errichtet und dann Teil des Treppenraums. Der Treppenraum ist nicht mehr innenliegend und erhält einen Ausgang an der Nordfassade in Ebene 2. Der neue Ausgang dient als Fluchtweg für den Treppenraum „Nord“, so dass der Fluchttunnel „Nord“ im Untergeschoss nicht mehr genutzt werden muss.
Im Foyerbereich (Ebene 1) wird ein Kiosk mit Aufwärmeküche eingebaut und als Aufenthaltsraum/Cafeteria in den Pausen genutzt. Foyer und Kiosk bilden dann eine Nutzungseinheit.
Samstagsarbeit ohne zus. Vergütung wird vorausgesetzt.
Gewerke-Beschreibung: Baumassen: BGF 4 846,55 m
— Bruttogrundfläche BRI 38 932,97 m³,
— Bruttorauminhalt im Bestand Wände 3 180 m
— Zweilagig mit Hartgipsplatten beplankte F-30 Stahl-Einfachständerwand, d=125 mm 545 m
— Zweilagig mit Hartgipsplatten beplankte F-90 Stahl-Einfachständerwand, d=125 mm 22 m
— Zweilagig mit Hartgipsplatten beplankte F-90 Stahl-Doppelständerwand, d=250 mm 252 m
— Zweilagig mit Hartgipsplatten beplankte Vorwandinstallation, d=150 mm 151 m
— Zweilagig mit Hartgipsplatten beplankte Vorwandinstallation, d=200 mm 312 m
— Verkofferung F-90 Stahlbetonstützen, aus Hartgipsplatten 2 St. Fensterelement mit Brandschutzverglasung 900 x 1.800 mm 2 St.,
— Fensterelement mit Brandschutzverglasung 1 250 x 1 800 mm 2 St.,
— Fensterelement mit Brandschutzverglasung 1 250 x 2 000 mm Decken 4 235 m
— Rasterdecke mit sichtbarem System, 625 x 625 mm 35 m
— Rasterdecke mit sichtbarem System, 625 x 625 mm, abwaschbar 3 120 m,
— Wandanschlüsse Innenputz 105 m
— Gipswandputz 50 m
— Zementwandputz.
Folgende Ausführungszeitfenster sind geplant: Ausführungsfrist Beginn der baulichen Umsetzung im April 2021 Fertigstellung / Abnahme im Dezember 2023.