Die Innenstadt von Cloppenburg ist gekennzeichnet durch Leerstände von Geschäften, Gestaltungsmängeln sowie Attraktivitäts- und Funktionsdefiziten und ist in das Förderprogramm „Stadtumbau West" aufgenommen worden. Mithilfe des Programms soll die Innenstadt aufgewertet und z. T. neu gestaltet werden. Ferner sollen Leerstände und Funktionsdefizite beseitigt werden. Die städtebauliche Gesamtmaßnahme wird als Sanierungsmaßnahme durchgeführt. Ein Großteil der umzusetzenden Maßnahmen sind öffentliche Maßnahmen. Das Untersuchungsgebiet liegt im Zentrum der Stadt und bildet den zentralen Versorgungsbereich. Es handelt sich um die Innenstadt mit entsprechenden Versorgungseinrichtungen, gastronomischen Gewerbe, öffentlichen und kulturellen Einrichtungen u. a.
Gegenstand der Ausschreibung war die Sanierungsmaßnahme „Mühlenstraße/Innenstadt". Das Sanierungsgebiet ist ca. 8,8 Hektar groß.
Eine Voruntersuchung zur Feststellung des Sanierungsbedarfs und zur Vorbereitung einer Prioritätenentscheidung für die Durchführung späterer Sanierungsmaßnahmen liegt durch das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK Cloppenburg) vor. Der beauftragte Sanierungsträger übernimmt Maßnahmen zur weiteren Vorbereitung und Durchführung der Stadtsanierungsmaßnahme. Er koordiniert und steuert den Sanierungsprozess in enger Abstimmung mit der Auftraggeberin. Es sind insbesondere folgende Maßnahmen durchzuführen:
— Antragstellung für Gewährung von Fördermitteln (insbesondere jährliche Programmanmeldung),
— Entwurf und Fortschreibung der Kosten- und Finanzierungsübersichten gem. § 149 BauGB,
— jährliche Aufstellung eines Wirtschaftsplans über die zu treffenden Maßnahmen, die zu erwartenden Kosten und die Finanzierungsmittel,
— Erstellung von Zwischenabrechnungen und Verwendungsnachweisen,
— Verwaltung des Treuhandvermögens,
— Vorbereitung, Planung und Organisation der Sanierungsdurchführung,
— Organisation der Beteiligungs- und Moderationsprozesse, der Öffentlichkeitsarbeit und Berichterstattung.