Lieferung von Holzhackschnitzeln
Allgemeine und technische Vorbemerkung
Das Schwarzwald-Baar Klinikum Villingen-Schwenningen ist akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Freiburg es ist mit ca. 3000 Mitarbeitern der größte Arbeitgeber der Region. Angegliedert sind eine Hebammenschule und eine Pflegeschule mit Kinderkrankenpflege und Krankenpflegeschule. Das Klinikum wurde nach einer Bauzeit von ca. 4 Jahren 2013 eröffnet und verfügt über eine Grundfläche von 92.600 m
Wärmeerzeugung / Dampferzeugung
Zur Wärme- und Dampfversorgung werden sowohl gas- als auch holzhackschnitzelbefeuerte Kessel betrieben.
Die Wärmeerzeugung geschieht über 2 gasbefeuerten Kesseln mit einer jeweiligen Nennwärmeleistung von 2400 kW und einen Biomassekessel (Holzhackschnitzel) mit 2100 kW. Der Dampf wird über einen Biomassekessel (Holzhackschnitzel) Nennwärmeleistung 1100 kW und eine Gaskessel Nennwärmeleistung 1200 kW erzeugt.
Die redundanten Wärmeerzeuger für Wärmeerzeugung und Dampf befinden sich außerhalb des Gebäudes in der Energiezentrale.
Holzbefeuerte Wärme- / Dampferzeuger
1 x Hochdruckdampfkessel Nennwärmeleistung 1100 kW
1 x Warmwasserkessel Nennwärmeleistung 2100 kW
Gasbefeuerte Wärme- / Dampferzeuger
1 x Hochdruckdampfkessel Nennwärmeleistung 1200 kW
2 x Warmwasserkessel Nennwärmeleistung 2400 kW
Ascheaustragung / Ascheentsorgung
Der Ascheaustrag erfolgt über Trogkettenförderer zum einem Normcontainer mit 5,1 m
Die Ascheentsorgung erfolgt durch den Anlageneigentümer und muss deshalb bei der Ausschreibung nicht berücksichtigt werden.
Lagerung und Anlieferung
Die Lagerung der Holzhackschnitzel erfolgt in einen unterirdischen belüfteten Hackschnitzelbunker mit einem Gesamtvolumen von 935 m
Die Anlieferung erfolgt über die Klinikstraße sowie über den Mitarbeiterparkplatz zu den üblichen Wochenarbeitszeiten und kann von Montag bis Donnerstag zwischen 6:30-21:00 Uhr erfolgen sowie am Freitag von 6:30-19:00 Uhr.
An Sonn- und Feiertagen kann die Anlieferung nicht ausgeschlossen werden, sollten Lieferungen an diesen Tagen notwendig sein erfolgt dies nach Absprache mindestens 1-2 Tage im Voraus.
Die Bieter sind verpflichtet sich ein Bild der örtlichen Gegebenheiten bzgl. der Anliefersituation zu machen, dies ist auf geeignete Weise nachzuweisen.
Ort der Anlieferung
Kliniken Villingen-Schwenningen
Klinikstr. 11
78052 Villingen-Schwenningen
Qualitätsanforderungen Industrieholzhackschnitzel
Industrieholzhackschnitzel nach DIN EN ISO 17225-1 Erscheinungsdatum 2014-9
Jahresliefermenge
ca. 9.000 – 13.000 Srm/a Industrieholzhackschnitzel im Angebot wird von einer durchschnittlichen Liefermenge von ca. 10.000 Srm entsprechend ca. 8.500 MWh ausgegangen. Ein etwaiger Mehrbedarf muss vom Lieferant geliefert werden. Mehr oder Minderbedarf berechtigt nicht Preiszuschläge zu berechnen.
Zu berücksichtigen sind jahreszeitliche Schwankungen vor allem in den Sommermonaten werden weniger Hackschnitzel abgenommen, da nur der Hochdruckdampfkessel in Betrieb ist.
Qualitätsvorgaben:
Naturbelassenes nicht stückiges Holz in Form von Holzhackschnitzel in Form von Plättchen und Schnitzeln aus Nadel- und Laubholz, das ausschließlich mechanisch bearbeitet wurde.
Hauptanteil P45S (3,15
Feingutanteil < 5 %
Wassergehalt M35-M40
Aschegehalt A3.0 (≤3 %)
Heizwert 2,5 bis 4,5 kWh/kg
Qualitätskontrolle
Bestimmung Feuchtegehalt der Holzhackschnitzel bei Lieferung mit Humimeter BLL Messgerät mit Einstechlanze nach Beprobungsintervall. Im Zweifelsfall erfolgt die Beprobung in Anlehnung an LAGA Plan 98 und Feuchtemessung durch Frischmassewiegung der Probe, sowie Trockenmasseermittlung durch 24-Stundentrocknung im Darrschrank.
Optische Kontrolle auf Feinanteil und Verunreinigungen erfolgt bei jeder Lieferung. Im Streitfall durch Beprobung nach LAGA Plan 98 und Siebanalyse.
Generell erfolgt die Beprobung im Beisein des Lieferanten. Der Lieferant kann eine Teilprobe als Rückstellprobe verlangen.
Die Beprobung erfolgt nach dem Zufalls- oder auf Verdachtaprinzip.
Verunreinigungen
Hackgutladungen mit Verunreinigungen von
— Kunststoffen jeglicher Art
— Nadeln oder Laub
— Reisig und Zapfen
— Eisen, Schrott
— Steine, Kohle
— Schäl- und Hobelspänen
— Eis-Schnee- und Erdklumpen
werden ausnahmslos abgelehnt, weiter wird abgelehnt:
Altholz, insbesondere Holzhackschnitzel aus Sperrholz, Spanplatten, Faserplatten oder sonst verleimtes Holz sowie daraus anfallende Reste. Holzhackschnitzel auf dem Holzschutzmittel (Bio- oder Fungizide) aufgetragen ist oder infolge einer Behandlung enthalten sind und Holzhackschnitzel mit Beschichtungen in denen halogenorganischen Verbindungen oder Schwermetalle enthalten sind. Gestrichenes, lackiertes oder beschichtetes Holz sowie daraus anfallende Reste.
Der Lieferant (Auftragnehmer) ist für die Qualität des Brennstoffes verantwortlich. Der Auftraggeber behält sich vor, bei wiederholten nichteinhalten der Qualitätsvorgaben die Lieferung zu verweigern und die Qualität durch ein unabhängiges Labor auf Kosten des Auftragsnehmer Untersuchens zu lassen.
Ermittlung des Einheitspreises
Der Angebotspreis incl. aller Nebenkosten (wie z.B. Anfahrt etc.) ist in EUR pro MWh anzugeben. Für den Fall, dass der Wärmemengenzähler ausfällt wird nach der gelieferte Menge nach Schüttraummeter (Srm) abgerechnet. Hierzu ist hilfsweise der Srm-Preis anzugeben.
Verbrauchsmessung
Die Verbrauchsmessung erfolgt mit geeichten Wärmemengenzählern. Die Ablesung der Zähler erfolgt vom Auftragnehmer zeitnah vor dem Ende eines Abrechnungsjahres, gemeinsam mit einem Vertreter des Klinikums, sowie ggf. unterjährig als Basis für Abschlagszahlungen. Die Werte werden von uns monatlich zum 5. des nachfolgenden Monats übermittelt.
Umrechnungsfaktor
Hilfsweise werden folgende Umrechnungsfaktoren zugrunde gelegt. 1 m
Abrechnung
Die Abrechnung erfolgt monatlich nach dem tatsächlichen Verbrauch.
Ausfallkonzept
Mit der Abgabe der Einheitspreise muss der Bieter ein schriftliches Ausfallkonzept niederlegen, in dem er beschreibt wie die Versorgung des Klinikums sichergestellt werden kann. Dies kann z.B. über eine ausreichende Lagerkapazität seitens des Lieferanten oder die Lieferung über einen Subunternehmer erfolgen.
Vertragsstrafe bei Nicht- oder Schlechterfüllung
Verletzt der Lieferant (Auftragnehmer) seine Leistungspflicht durch Nicht- oder Schlechterfüllung, so trägt er die Mehrkosten der Ersatzlieferung und all die damit verbunden Kosten.