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Engineering services

Contract Value:
EUR -
Notice Type:
Contract award notice
Published Date:
05 May 2021
Closing Date:
Location(s):
DED21 Dresden, Kreisfreie Stadt (DE Germany/DEUTSCHLAND)
Description:
Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe, Erweiterung Institut: Planungsleistung für Technische Anlagen

Gegenstand der zu vergebenden Leistung sind Ingenieurleistungen aus dem Bereich der Technischen Ausrüstung/Laborplanung gem. §§ 53 ff. HOAI „Technische Ausrüstung“ für die LPH 2-3 und 5-9 für das Bauvorhaben „Reinraum für die Abteilung Festkörperchemie“ am MPI für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden (CHPH) für folgende Anlagengruppen (AG):

AG 1 Abwasseranlagen

AG 3 Lufttechnischen Anlagen

AG 4 Starkstromanlagen

AG 5 Fernmelde- und informationstechnische Anlagen

AG 7 Nutzungsspezifische Anlagen (KG 473)

AG 8 Gebäudeautomation

Die voraussichtlichen anrechenbaren Kosten für die Technischen Anlagen für die vorgenannten Anlagengruppen liegen nach einer ersten Kosteneinschätzung bei ca. 1 438 000,00 EUR netto.

Maßgebend für die zu vergebenden Leistungen als auch für die Honorierung ist der bereitgestellte Vertragsentwurf.

Nähere weiterführende und wichtige Informationen zu den zu vergebenden Planungsleistungen (Auftragsgegenstand) sind unter Punkt II.2.4) dieser Bekanntmachung beschrieben.

Um zu einer einheitlichen Forschungslandschaft im vereinten Deutschland beizutragen und für die beiden Disziplinen Chemie und Physik der Festkörper ein Forum der Zusammenarbeit zu schaffen, beschloss der Senat der Max-Planck-Gesellschaft im März 1995 die Gründung eines neuen Instituts in Dresden. Mit der Planung wurde das Architekturbüro Brenner + Partner betraut. Nach Abschluss der Planungsphase begann 1997 die Bautätigkeit am Institutsneubau. Das Institut wurde Mitte 2000 fertiggestellt und bezogen (8 000 m2 Nutzfläche, 40 Mio. EUR Gesamtkosten). Die offizielle Einweihungsfeier des Institutsgebäudes erfolgte am 2. November 2001. Zurzeit arbeiten etwa 300 Mitarbeiter im Institut. Das Max-Planck-Institute für Chemische Physik fester Stoffe beabsichtigt aus topologischen und supraleitenden Heusler-Verbindungen SQUIDs herzustellen und Funktionseinheiten auf der Basis magnetische Weyl-Halbmetalle zu entwickeln.

Hierfür wird ein neuer Reinraum benötigt.

Da es aus Platzmangel keine Möglichkeit gibt diesen Reinraum innerhalb des Institutes unterzubringen, soll der Reinraum nun auf dem Dach des eingeschossigen Sputteranbaus, erbaut 2013, platziert werden.

Von dem Planer sind alle haustechnischen Leistungen (siehe Aufstellung der Anlagengruppen) innerhalb des Reinraumgebäudes zu erbringen, diese sind u. a.:

— Reinraumdecken und -wände, Doppelboden,

— Reinraumplanung,

— Lüftungsanlagen (der Reinraum kann vom Bestandslabor „Sputter“ mit Zu- und Abluftkanälen versorgt werden),

— Umluftkühlwassernetz (die benötigte Kälte für das Umluftkühlwasser kann mittels Wärmetauscher dem Standortkältenetz entnommen werden),

— Stromversorgung des Reinraums und der FFU’s,

— Beleuchtung,

— Brandmeldeanlage (als Teil der bestehenden BMA),

— Gebäudeautomation,

— Labortechnische Anlagen,

— Medienver- und entsorgungsanlagen (Neue Gaskabinette und/oder Anbindung an den Bestand).

Die genaue Definition der Schnittstellen ist im Planungsprozess festzulegen.

Anforderungen an den Reinraum

Der Reinraum ist für die Probenpräparation sowie eine Nano- bzw. Mikrostrukturierung unter staubfreien Bedingungen vorgesehen.

Er sollte als Raum-in-Raum-Lösung konzipiert werden.

Folgende Bereiche sind gefordert:

— Weißer Bereich.

Klasse ISO 3 mit FIB, Elektronenstrahllithographie, LASER-Lithographie

— Grauer Bereich.

Klasse ISO 4/6 mit Abzug, Nassprozessplätze, Sputteranlage, ALD-Maschine (Atomlagenabscheidung), RIE-Anlage (Reactiv-Ion Etching), Micromanipulatoren, Lichtmikroskope

— Technikraum.

Mit Aufstellung von Peripheriegeräten mit großen Wärmelasten und Schallemissionen (z. B. Pumpen), dezentrale Gasversorgung

— Schleuse/Umkleideraum

— Leitwarte.

Zur Verfügung stehende Flächen

Die Nettogrundfläche auf dem Flachdach des vorhandenen Sputteranbau beträgt ca. 185 m2. Es besteht weiterhin die Möglichkeit die nach Norden angrenzende Dachfläche mit in die Planung einzubeziehen. Damit würde sich die Nettogrundfläche um ca. 60 m2 vergrößern.

In Anlehnung an das Bestandsgebäude stehen insgesamt ca. 5,80 m lichte Raumhöhe zur Verfügung. Diese Höhe ermöglicht es, ein Technikgeschoss auf das Reinraumgeschoss aufzusetzen.

Die Höhen zwischen den beiden Geschossen können variieren, dürfen aber in Summe 5,80 m lichte Raumhöhe nicht überschreiten, um eine ebengleiche Anbindung an das Bestandgebäude zu ermöglichen.

Des Weiteren soll sich das Volumen des aufgesetzten Baukörpers aus gestalterischen und genehmigungstechnischen Gründen am Bauteil B3 im Osten des Sputters orientieren.

Die Bewerber erklären mit Abgabe eines Teilnahmeantrages, dass sie in der Lage sind, die Leistungen innerhalb des Zeitraumes (siehe Ziffer II.2.7)) zu erbringen und insbesondere, dass sie über die hierfür notwendigen fachlichen, personellen, sachlichen und zeitlichen Mittel verfügen.

Die besonderen Anforderungen an die Leistungserbringung können es erforderlich machen, häufig/kurzfristig auf Anforderung des Auftraggebers zu Abstimmungsgesprächen vor Ort bzw. in München zur Verfügung zu stehen.

Awarded to:
Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe, Erweiterung Institut: Planungsleistung für Technische Anlagen
SME – Smart Micro Engineering GmbH, Gilching (DE)
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The Buyer:
Max-Planck-Gesellschaft, GV-Bauabteilung
CPV Code(s):
71300000 - Engineering services