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Architectural and related services

Contract Value:
EUR 472K - 472K
Notice Type:
Contract award notice
Published Date:
01 October 2021
Closing Date:
Location(s):
DEA52 Dortmund, Kreisfreie Stadt (DE Germany/DEUTSCHLAND)
Description:
Kokerei Hansa Ofenbatterien II/III und Werkstätten

Leistungen der Objektplanung und der Tragwerksplanung für die Standsicherheitsertüchtigung und Qualifizierung der Ofenbatterien II/III sowie Werkstätten als Bestandteil des Erlebnispfades der begehbaren Großskulptur Kokerei Hansa in Dortmund.

Die unter Denkmalschutz stehende Kokerei Hansa in Dortmund wurde im Rahmen eines Kokereineubau- und Rationalisierungsprogrammes der Vereinigten Stahlwerke AG als eine der ersten Großkokereien ab 1927/28 errichtet. Sie ist heute die letzte nahezu vollständig erhaltene Kokerei dieser Zeit. Das Industriedenkmal befindet sich seit 1997 im Eigentum der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur, die den Standort

sukzessive baulich sichert und das hochrangige Denkmal im Rahmen von Veranstaltungen und Führungen auf dem Besucherpfad "Natur und Technik" für die Öffentlichkeit zugänglich macht. Die Kokerei Hansa ist ein Ankerpunkt auf der vom Regionalverband Ruhr getragenen Route der Industriekultur und der Route

Industrienatur und ein Standort des Emscherlandschaftsparks.

Die Kokerei Hansa ist als eine begehbare Großskulptur bereits heute im hohen Maße durch das Zusammenspiel von "Natur und Technik" geprägt. Dieses Zusammenspiel soll im Bereich der Koksofenbatterien weiter geschärft und erlebbar gemacht werden. Durch die Sicherung und den weiteren barrierefreien Ausbau der Wegeführung soll den Besuchern der Wandel von der Industrietechnik über die Industrienatur bis hin zum "kontrollierten Verfall" entlang des Bauwerks der Ofenbatterie als Erlebnisraum präsentiert werden. Die Koksofenbatterien bilden das Herzstück der "Schwarzen Seite" der Kokerei Hansa. Im Zusammenspiel mit den Gebäuden und Anlagenteilen Sortenturm, Schrägband- und Becherwerksbrücke, Kohlenturm, Löschgleishalle und Sieberei dienten sie dem Verkokungsprozess. Heute sind noch vier der ursprünglich fünf Batteriekörper erhalten: Die Batterien 0 und I südlich des bereits sanierten Kohlenturms an der "Schwarzen Straße" werden derzeit denkmalgerecht saniert. Die Batterien II und III sowie die dazwischen liegenden Werkstätten nördlich des Kohlenturms stehen im Fokus der neuen Planungs- und Bauaufgabe, für die die Stiftung Industriedenkmalpflege ein Planerkonsortium sucht.

Prioritäres Ziel ist es, die Authentizität der Anlage in Bezug auf das Spannungsfeld Technik und Natur zu stützen und somit insbesondere Batterie II dauerhaft standsicher zu erhalten, da hier im Zusammenspiel mit dem Kohlenturm und den Batterien 0 und I der Kontrast am deutlichsten wird. Um zeigen zu können, wie der Verfall weiter fortschreitet, wenn etwaige Sicherungsmaßnahmen nicht vorgenommen werden, ist es denkbar, die Werkstätten sowie die Batterie III im nördlichen Bereich des Ensembles weiter kontrolliert verfallen zu lassen. Besonderes Augenmerk muss hier jedoch auf die bestehende Wegeführung im Bereich der Decken/Steigrohre gesetzt werden, da diese etablierte Wegeführung weiterhin genutzt werden soll, um den nördlichen Bereich des Geländes zu erschließen.

Awarded to:
Kokerei Hansa Ofenbatterien II/III und Werkstätten
Dipl.-Ing. Heinrich Böll, Essen (DE)
HEG Beratende Ingenieure GmbH, Dortmund (DE)
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The Buyer:
Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur
CPV Code(s):
71200000 - Architectural and related services
71300000 - Engineering services