Gegenstand der Ausschreibung sind Planungsleistungen im Leistungsbereich § 55 HOAI — Anlagengruppen 1, 2, 3, 7 und 8 für den Neubau des „Campus Handwerk“.
Auf dem Gelände des Bildungs- und Technologiezentrum (BTZ) der Handwerkskammer Halle (Saale) in Halle-Osendorf, soll ein Neubau unter Einbeziehung bestehender Substanz zum „Campus Handwerk“ mit Gestaltung der Außenanlagen erfolgen. Die Zielstellung lautet, dass derzeitige BTZ als Ausbildungsstandort mit Campusqualität auszubauen. Hierbei sollen alternative Ideen und optimierte Konzepte zur Umsetzung einer gestalterisch hochwertigen und zugleich rationellen und wirtschaftlichen Bauweise sowie nachhaltigen Gebäudetechnik gefunden werden. So soll unter dem Aspekt von möglichst wiederholbaren modularen Abschnitten eine nachhaltig nutzbare Gebäudestruktur und Gebäudetechnik entstehen, die sich an zukünftige veränderliche Auszubildendenzahlen und ggf. geänderte Nutzungsanforderungen anpassen kann. Dabei sind klimaschonende Lösungen unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Aspekte sowie der innovativen Einbindung erneuerbarer Energieumwandlung ausdrücklich erwünscht. Die Lösung für die hierfür notwendigen Neu- und Umbaumaßnahmen (Verwaltungs- und Internatsgebäude, Ausbildungswerkhallen, Freianlagen) wird im Rahmen eines derzeit laufenden Architekturwettbewerbs, in Form eines campusartigen Areals auf einer Fläche von ca. 3 Hektar unter Berücksichtigung einer zeitgemäßen Architektur und Landschaftsplanung mit innovativer Einbindung erneuerbarer Energieumwandlungen gefunden. Eine flexible Nutzbarkeit der neu zu konzipierenden Ausbildungswerkhallen wird dabei angestrebt. Bei einer geplanten BGF von ca. 8 600 m
— KG 410 Untersuchung und Auswertung von Grauwassernutzungsanlage,
— KG 420 Verschiedene Varianten der Primärenergieerzeugung mit Untersuchung verschiedener Energieträger (FW-Anschluss nicht möglich),
— KG 430 Planung der Abluftanlage Werkstätten mit Betrachtung von Nachauskühlung und Unterdeckenabsaugung,
— KG 470 Druckluftanlage(en) Ölfrei sowie Normal, Untersuchung zur Abwärmenutzung,
— KG 480 Gebäudeleittechnik mit Integration des Gebäudebestand, Visualisierung und mögliche Einbindung in die Lehr-/Meisterausbildung,
— KG 540 ggf. Regenwasserrückhalteanlage mit Drosselabfluss/Versickerungsanlage.
Die Antrags- und Bauunterlage zur baufachlichen Prüfung ist am 30.4.2020 an den AG zu übergeben. Die in Pkt. II.2.7. angegebene Laufzeit bezieht sich auf diesen Termin. Der stufenweise Nutzungsbeginn für das Vorhaben ist ab 2021 geplant. Die Vergabestelle/ der Auftraggeber erwartet, dass im Fall einer Beauftragung das angebotene Projektteam zur Sicherstellung der Terminplanung sofort und vollumfänglich zur Verfügung steht. Im Bedarfsfall ist zur Sicherstellung der Termineinhaltung eine Aufstockung der Teamstärke zu sichern/zu ermöglichen.