Erweiterung Albert-Schweitzer-Schule, 65795 Hattersheim;
Dienstleistungsauftrag Objektplanung Gebäude, § 34 HOAI. Leistungsphasen 2-3 und 5-9.
Die Albert-Schweitzer-Schule ist eine Grundschule mit Eingangsstufe. Sie ist in mehreren Bauabschnitten erstellt. Der erste Bauabschnitt wurde 1957 fertiggestellt, mit acht Jahrgängen. 1963 kam noch eine neunte Stufe hinzu. 1965 wurden eine Aula und die Turnhalle fertig gestellt und 1971 kamen noch ein Physiksaal, eine Bibliothek, ein Werkraum, eine Gymnastikhalle und eine Kleinsportanlage dazu.
Sie ist eine ganztägig arbeitende Grundschule im Pakt für den Nachmittag und die Schulkindbetreuung ist in Trägerschaft des Main-Taunus-Kreises. Die Schule verzeichnet wachsende Schülerzahlen und im Schulbezirk wird ein Wohngebiet umgesetzt, wodurch pro Jahrgang ca. 9 Schülerinnen und Schüler mehr erwartet werden. Der Klassenraumbedarf der Schule mit Eingangsstufe steigt von 13 Klassen im Schuljahr 2020/2021 auf perspektivisch 18 Klassen.
Als Interimsmaßnahme ist ein Container bereits auf dem Gelände errichtet, wodurch die Essensituation im Ganztag entspannt werden kann. Damit an der Schule eine Paktausweitung auf 100 % sowie der Bedarf an Differenzierungsflächen dauerhaft umgesetzt werden kann, ist eine langfristige Erweiterung umzusetzen.
Die Überlegung ist, im Erweiterungsgebäude die Mensa + Küche mit den notwendigen Nebenräumen, Betreuungsräume, Gymnastikraum sowie 10 Klassenräume inklusive Gruppenräume unterzubringen.
Hierzu muss die bestehende Gymnastikhalle abgebrochen werden. Diese Fläche wird im geplanten Neubau als Multifunktionsraum wieder neu errichtet.
Die restlichen 8 Klassen- sowie Gruppenräume sollen im Bestandsgebäude untergebracht werden.
Hierfür sind kleine Umbaumaßnahmen notwendig.
Die Interimsmaßnahme wird nach Fertigstellung des Erweiterungsbaus wieder demontiert und entfernt.
Die Erweiterung soll in passivhausweise errichtet und gefördert werden. Es ist geplant eine Zisterne für das Regenwasser einzubauen, die zur WC-Spülung genutzt werden soll. Auf dem Dach wird eine Photovoltaikanlage gebaut.
Die Wärmeversorgung erfolgt über den bestehenden Gasbrennwertkessel mit BHKW im Altbau. Es ist eine Zentrallüftungsanlage mit Quellauslässen und Wärmerückgewinnung ohne Umluft zu planen mit Elektronischer Einzelraumregelung zur Regelung der Raumtemperatur und der Luftmengen für die Räume in Abhängigkeit der CO2 Konzentration. Ebenfalls soll eine Nachtauskühlung umgesetzt werden.
Die Klassenräume erhalten Waschbecken.
Die Maßnahme wird im laufenden Betrieb durchgeführt und ist so zu planen, dass der Schulbetrieb weiterlaufen kann.
Da bereits eine Containeranlage auf dem Schulgrundstück als Interimsmaßnahme errichtet wurde, ist es wichtig, die Schulhoffläche so groß wie möglich zu belassen und die Baustellenfläche mit Baustelleneinrichtung so klein wie möglich zu planen.
Die Leistungsphasen 1 - 4 werden vom Planungsteam des Main-Taunus-Kreises erbracht, die zur Verfügung gestellt wird. Es ist beabsichtigt den Architekten ab der LP 5 - 9 (72 %) zu beauftragen, für die LP 2 und 3 soll die Kosten- und Terminplanung vom Planer mit übernommen werden. Für die LP 2 Vorentwurfsplanung werden hier 1,61 % und für die LP 3 Entwurfsplanung 2,31 % vereinbart.
Die voraussichtlichen Baukosten der Kostengruppe 300 liegen gemäß der Kostenberechnung bei ca. EUR 8.526.070,12,- brutto und die Kosten für die Kostengruppe 400 liegen bei 2.388.857,06 EUR brutto.