Der Auftrag umfasst Ingenieurtechnische Leistungen der Technischen Ausrüstung der Leistungsphasen 1 bis 9für die Sanierung eines denkmalgeschützten Studentenwohnheims.
Das Studierendenwerk Trier beabsichtigt die Sanierung des Altbaus für das Studierendenwohnheim „Martinskloster“ am westlichen Rand der Trierer Innenstadt, direkt an der Mosel gelegen.
Die Anlage des Wohnheims besteht aus zwei Teilen; zum einen dem Westflügel des ehemaligen Abteigebäudes der Abtei St. Martin auf dem westlichen Grundstücksteil (Altbau) sowie dem Erweiterungsbau aus dem 20. Jahrhundert auf dem östlichen Grundstücksteil. Letzterer war kürzlich Gegenstand eines Realisierungswettbewerbs (nicht Gegenstand dieser Ausschreibung) und wird durch einen Neubauersetzt. Beide Gebäudeteile werden unter dem Namen „Martinskloster“ als eines der fünf Trierer Studierendenwohnheime genutzt. Die Abtei St. Martin war eine wahrscheinlich im 6. Jahrhundert entstandene Klosteranlage in Trier. Sie soll auf eine von Martin von Tours im 4. Jahrhundert errichtete Kirche zurückgehen. Spätestens im 10. Jahrhundert wurde die Abtei von Mönchen des Benediktinerordens geführt, sie zählte einst zu den größten Abteien der Stadt und wurde 1802 unter der napoleonischen Herrschaft aufgehoben. Im Jahre 1972 wurden die Gebäudeteile zu einer Studierendenwohnanlage umgebaut und um einen Gebäudeteilergänzt.
Zur Planungsaufgabe:
Erschließung:
Nahwärme-, Trinkwasser- sowie Strom- und Schwachstromversorgung (einschl. Telefon-, Klingel- und Satellitenanlage) erfolgt über die Technikzentrale des Neubaus. Entsprechend notwendige Verteilungen, Unterverteilungen, Unterstationen, etc. sind im Detail mit den Fachplanern des Neubaus/Heizzentrale zu koordinieren und zu planen.
Maßnahmen:
Die vorhandenen Installationen werden größtenteils erneuert, teilweise sind vorhandene Anlagenteile(Kontrollierte Wohnraumlüftung (zentral), Wärmeverteilung, Sanitär, Schwachstrom) zu übernehmen und in den Planungen zu berücksichtigen. Erforderliche Unterverteilungen, zentrale Warmwasserbereitung etc. werden im Gewölbe-Tiefkeller untergebracht. Sämtliche unter EG-Niveau liegenden Grundleitungen sollen beibehalten werden und sind hinsichtlich evtl. Sanierungsbedarf zu prüfen und bei Bedarf zu sanieren.
Hinweis: Das Studierendenwerk Trier beabsichtigt, den bestehenden Erweiterungsbau aus den 70er Jahren abzubrechen und an seiner Stelle einen Neubau mit ca. 120 Zimmern zu errichten. Das Studierendenwerk legt dabei größten Wert auf Energieeffizienz und niedrige Betriebskosten des neuen Gebäudes. Der Neubau soll mindestens den Standard KfW 40 erreichen. Vor diesem Hintergrund ist für die Sanierung des Altbaus ebenfalls eine energieeffiziente Planung anzustreben.
Mit der Leistungserbringung soll unmittelbar nach Auftragserteilung begonnen werden, spätestens am 2.5.2019.Der Beginn der Bauarbeiten ist für den 31.3.2020 geplant.