Beschaffungsgegenstand ist die Planung des Erweiterungsbaus für das denkmalgeschützte Ernst-Abbe-Gymnasium in Eisenach. Neben 12 Unterrichtsräumen sollen eine multifunktionale Aula, eine Mensa sowie zusätzliche Funktions- und Sanitärräume geschaffen werden. Der Neubau ist einschließlich eines Aufzugs barrierefrei zu errichten, zudem soll die barrierefreie Erreichbarkeit aller Ebenen des Bestandsgebäudes ermöglicht werden. Für den künftigen Gesamtkomplex sind die Rettungs- und Brandschutzbedingungen zu optimieren, für Bau und Betrieb des Neubaues soll eine Klimaneutralität angestrebt werden.
Das bislang auf zwei Standorte verteilte Ernst-Abbe-Gymnasium soll am Hauptstandort Wartburgallee 60 in Eisenach konzentriert werden. Durch den dafür erforderlichen Ergänzungsneubau sollen sowohl 12 Unterrichtsräume, eine multifunktionale Aula, eine Mensa sowie ergänzende Funktions- und Sanitärräume geschaffen werden. Mit einem im Neubau zu integrierenden Personenaufzug soll sowohl die Barrierefreiheit des Neubaus als auch eine barrierefreie Erreichbarkeit aller 3 Ebenen des Bestandsgebäude ermöglicht werden. Die Optimierung der Rettungswege und des Brandschutzes für den künftigen Gesamtkomplex sowie Klimaneutralität bei Errichtung und Betrieb des Neubaues sind weitere Zielstellungen. An die Planung werden hohe Ansprüche hinsichtlich Funktionalität, Gestaltung und Wirtschaftlichkeit gestellt.
Der Flächenumfang des Neubaus beträgt ca. 2.260 m² Netto-Raumfläche gemäß DIN 277. Es wird von einem Kostenrahmen von ca. 5,5 Mio. € (brutto), der auf Basis einer Machbarkeitsstudie im Jahr 2017 für die Kostengruppen 200-400 nach DIN 276 ermittelt und anhand der aktuellen Baupreisindizes fortgeschrieben wurde, ausgegangen. Das derzeitige Raumprogramm umfasst folgende Flächen: Unterrichtsräume:ca. 750 m²; Sonstige Funktionsräume: ca. 250 m²; Aula: ca. 200 m²; Mensa: ca. 170 m²; Sanitärräume: ca. 70 m²; Lager-/Nebenräume ca. 50 m²; Technikflächen: ca. 30 m²; Verkehrsflächen: ca. 740 m².
Die Baumaßnahme soll aus Mitteln der Bund-Länder-Städtebauförderung gefördert werden. Die Fertigstellung des Erweiterungsbaues ist für August 2025 vorgesehen, die Abrechnung soll bis Ende 2025 erfolgen.
Die Beschaffung umfasst zunächst die Vergabe und Beauftragung von Planungsleistungen der Leistungsstufe 1 für die Objektplanung Gebäude und Innenräume mit den Leistungen Vorplanung, Entwurfsplanung, Genehmigungsplanung (Grundleistungen der Leistungsphasen 2-4 gemäß Honorarordnung für Architekten und Ingenieure - HOAI, Teil 3, Abschnitt 1). Die optionale Leistung umfasst die Leistungen der Leistungsstufen 2 mit den Leistungen Ausführungsplanung, Vorbereitung und Durchführung der Vergabe (Grundleistungen der LP 5 – 7 HOAI) sowie der Leistungsstufe 3 mit den Leistungen Objektüberwachung und Objektbetreuung (Grundleistungen der LP 8 und 9 HOAI). Als Honorarzone wurde die Honorarzone IV gemäß HOAI festgestellt.