Gegenstand des Auftrages ist die Erstellung eines Konzeptes für die dieselbetriebenen Strecken in Sachsen-Anhalt mit alternativen Antrieben, der zugehörigen erforderlichen Infrastruktur, eines entsprechenden Fahrzeugkonzeptes und Fahrzeugbeschaffung und den relevanten Energieversorgungsketten, der Erstellung eines Abschlussberichtes mit einer entsprechenden Datenbasis.
Deutschland hat die Weichen für den Klimaschutz gestellt. Damit haben Dieseltriebzüge im Schienenpersonennahverkehr mittelfristig ausgedient. Vor diesem Hintergrund möchte die Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt GmbH für die Dieselstrecken im Bundesland Sachsen-Anhalt Untersuchungen zur Bedienung durch SPNV-Fahrzeuge mit alternativen Antrieben umfassend durchführen lassen. Aktuell stehen objektiv zurzeit nur drei alternative Antriebskonzepte zur Wahl: Der Batteriezug (BEMU) – um Strecken von ca. 80 bis 130 km ohne Oberleitung zu überbrücken, der Brennstoffzellentriebzug (HEMU) – für Liniennetze ohne Oberleitungen bzw. sehr lange oberleitungsfreie Strecken oder der Elektrotriebzug (EMU), falls eine durchgehende Elektrifizierung möglich ist. Denkbar sind auch hybride Varianten unter Einbeziehung eines Dieselantriebes, insbesondere zur Gestaltung von Zwischenlösungen; wobei diese mit Blick auf die Wirtschaftlichkeit zu prüfen sind. Für einen Übergangszeitraum ist der Einsatz von alternativen Kraftstoffen, z. B. HVO (hydro-treated Vegetable Oil, in die Untersuchung mit einzubeziehen.
Die zu untersuchenden Netze sollen auch die vorhandenen elektrifizierten Netze einschließen sowie in einer vergröberten Ebene den Güterverkehr einbeziehen, um Synergien zu ermitteln.
Das Dieselnetz Sachsen-Anhalt wird 12/2032 neu vergeben und zu diesem Zeitpunkt soll ein Wechsel vom DMU zu einer alternativen Antriebsform erfolgen.