Die Ballungsraumrandzone zwischen Köln und Bonn weist eine hohe Wachstumsdynamik auf. Neben der Abwicklung des innerstädtischen Verkehrs fungiert die vorhandene Landesstraße vorrangig als Hauptverbindung zu den Zentren Köln und Bonn bzw. zum überregionalen Straßennetz. Diese Verbindungsfunktion soll zukünftig die Umgehungsstraße wahrnehmen. Durch diese Netzergänzung würde eine zügige und leistungsfähige Anbindung an das übergeordnete klassifizierte Straßennetz, insbesondere an die Bundesstraße 8 und die Bundesautobahn A 59, geschaffen.
Bereits im Gebietsentwicklungsplan des Rhein-Sieg-Kreises und der Stadt Bonn aus dem Jahre 1975 ist eine Trasse der L 269n für den regionalen Verkehr enthalten.
Die Länge des vorliegend ausgearbeiteten Streckenabschnittes der Landesstraße 269n (Umgehung Niederkassel-Mondorf-Rheidt) beträgt 3,491 km.
Im Zuge der Trassenführung der L269n sind 4 Bauwerke zur Aufrechterhaltung der landwirtschaftlich genutzten Wegeverbindungen vorgesehen.
Im Einzelnen sind dies:
— BW 1, Überführung Bahnhofstraße, km 33+635,
— BW 2, Unterführung eines Wirtschaftswegs, km 34+656,25,
— BW 3, Unterführung Wirtschaftsweg Reiterhof, km 35+540,102,
— BW 4, Unterführung Rad-, Geh- und Pferdeweg, km 36+183.
Zudem sind im Bereich des Bauwerks BW 4 Stützwände zur Sicherung des Rad-/ Geh- und Pferdeweges gegen das anstehende Gelände vorgesehen.
Zum Schutz der Ortsteile Niederkassel-Mondorf sowie Troisdorf-Bergheim vor Emissionen
Der L 269n sind im Projektgebiet abschnittsweise Lärmschutzwände längs der L 269n mit einer Höhe von 2,00 m bis 6,00 m vorgesehen.
Hinsichtlich der Trassenführung bestehen folgende Zwangspunkte:
Bei Bau-km 35+540 wird die Trasse der L 269n über einen Wirtschaftsweg geführt. Bei der Trassierung des Wirtschaftsweges in der Tieflage führten die Anforderungen an die maximal zulässige Längsneigung sowie die nach Süden begrenzte Ausdehnung zu einer Dammlage der Trasse der L 269n an dem Kreuzungspunkt.
Ein weiterer Zwangspunkt ist der geländenahe Anschluss an die L 332 in Bau-km 35+800. Die Ausgestaltung des Knotenpunktes dort erfolgt unter der Einbindung einer kreuzenden Gleistrasse (Industriegleis). Die Höhenlage der kreuzenden Gleistrasse (leichte Einschnittslage) bedingt die Höhenlage des Knotenpunktes.
Im südlichen Bereich führt die Trasse über eine Altlastenverdachtsfläche. Um den Eingriff in den vorhandenen Untergrund bzw. die mit einem Bodenaushub verbundenen Risiken zu minimieren, wird die L 269n dort in der Dammlage geführt. Die Höhe der Dammlage der Trasse ist derart gewählt, dass eine Entwässerung des Planums über die Böschung in das seitliche Gelände sichergestellt ist.
Im Zuge der Trassenführung der L 269n entstehen 3 Bauwerke zur Aufrechterhaltung der landwirtschaftlich genutzten Wegeverbindungen sowie im Rahmen des Deckblattes II eine Rad-, Geh- und Pferdewegunterführung.
Die Knotenpunkte L 269n/Marktstraße, L 269n/Südstraße und L 269n/Zufahrt Gewerbegebiet werden als Kreisverkehrsplätze ausgebildet.