Das Universitätsklinikum Augsburg (UKA) vergibt die Koordination, Optimierung und Durchführung der Patiententransporte vom UKA an einen 4th Party Logistics Provider (4PL).
Das UKA organisiert derzeit die Patienten- und Krankentransporte, für die das UKA selbst Kostenträger ist, über einen externen Fahrdienstleister und in der Nachtzeit (20 bis 6 Uhr) über die Schwesternrufzentrale des UKA. Das UKA ist Kostenträger für externe Verlegungen, interne Verlegungen vom Haupthaus (Stenglinstraße 2, 86156 Augsburg) zum Klinikum Süd (Sauerbruchstraße 6, 86179 Augsburg), Ambulanz- und Materialfahrten. Das Volumen der Fahrten, für die das UKA Kostenträger ist, lag im Jahr 2020 zuletzt bei 241.546,- EUR.
Die Durchführung der Transporte erfolgt mit Krankentransportwagen (KTW), Behindertentransportkraftwagen für Rollstuhl, Tragestuhl und Liegendtransport (BTW) sowie über Taxi/Mietwagen über einen Fahrdienstleister. Der Vertrag mit dem Fahrdienstleister endet zum 30.09.2022. Im Jahr 2018 wurde eine Analyse des externen Patiententransports am UKA durch den Lehrstuhl Prof. Brunner in Auftrag gegeben, deren Ergebnis ein Optimierungsbedarf insbesondere durch Bündelung von Fahrten und eine Optimierung der Fahrzeugkategorie (weniger KTW, mehr BTW/Taxen) war.
Das UKA schreibt zum 01.10.2022 Koordination, Optimierung und Durchführung der Patiententransporte an einen 4th Party Logistics Provider (4 PL) aus, der die Prozesse der Patiententransporte digitalisieren und optimieren soll. Die Ärzte des UKA sollen insbesondere mittels eines Algorithmus und eines vor Ort beim UKA ansässigen Mitarbeiters des 4 PL bei der Auswahl des richtigen Beförderungsfahrzeugs beraten werden. Das Krankenhausinformationssystem (KIS/Orbis) soll mit einer Logistiksoftware des 4 PL und der Integrierten Leitstelle vernetzt werden, um eine medienbruchfreie und effiziente Transportlogistik zu erreichen. Ziel ist hierbei insbesondere, die derzeit zu hohe Quote an KTW Fahrten zugunsten eines verstärkten Einsatzes von Taxen und BTW zu optimieren, Fahrten zu bündeln sowie Leerfahrten zu vermeiden.
Der Beschaffungsgegenstand und die Mindestbedingungen ergeben sich aus den Vergabeunterlagen. Die Leistungsbeschreibung soll im Rahmen der Dialogphase gemeinsam mit den erfolgreichen Bewerbern entwickelt werden. Das UKA fordert die erfolgreichen Bewerbern/Bewerbergemeinschaften nach Auswertung der Teilnahmeanträge auf, am Dialog teilzunehmen (siehe II.2.9). Die Dialoggespräche werden frühestens 1 Woche und spätestens 2 Wochen nach Aufforderung zum Dialog stattfinden. Die Dialogphase soll spätestens nach 4 Wochen abgeschlossen werden.