Der GKV-Spitzenverband beabsichtigt, in zwei Losen einen Auftrag zur Entwicklung eines Konzepts für eine qualifikationsorientierte Aufgabenverteilung in der vollstationären pflegerischen Versorgung und die empirische Erprobung dieses Konzepts in einer begrenzten Anzahl von vollstationären Pflegeeinrichtungen (Los 1) sowie eine begleitende Evaluation (Los 2) zu vergeben. Die an der Erprobung teilnehmenden Einrichtungen sollen dabei eine am neuen Personalbemessungsinstrument (sog. Algorithmus 1.0) orientierte Personalausstattung erhalten. Weiter ist in Los 1 eine Implementationsstrategie für die anschließende flächendeckende Implementation des empirisch erprobten und bewährten Konzepts zu entwickeln. Los 2 beinhaltet zudem die Weiterentwicklung des Algorithmus 1.0 auf der Grundlage der Evaluationsergebnisse sowie die Empfehlung eines Algorithmus 2.0.
Die Leistung Los 1 beinhaltet:
Die Entwicklung eines Konzepts zur Umsetzung der im Projekt PeBeM entwickelten qualifikationsorientierten Aufgabenverteilung durch Maßnahmen zur Organisations- und Personalentwicklung vor dem Hintergrund einer auf dem Algorithmus 1.0 basierenden Personalausstattung sowie unter Einbeziehung geeigneter Maßnahmen der Digitalisierung und des Technikeinsatzes in der vollstationären Pflege.
Die Erprobung des unter Ziffer 1 entwickelten Konzepts in einer begrenzten Anzahl von vollstationären Pflegeeinrichtungen, deren Personalausstattung unter Berücksichtigung einer angemessenen Effizienzreserve auf dem Algorithmus 1.0 basiert. Dies umfasst die Gewinnung geeigneter und teilnahmewilliger Pflegeeinrichtungen, die Schulung und Einführung der neuen personellen und konzeptionellen Rahmenbedingungen in den teilnehmenden Pflegeeinrichtungen sowie deren Erprobung und laufende Begleitung im Rahmen eines Monitorings.
Die Entwicklung einer Strategie für die flächendeckende Implementation des entwickelten und erprobten Konzepts.
Die Leistung Los 2 beinhaltet:
Die Evaluation der Umsetzung des Konzepts zur qualifikationsorientierten Aufgabenverteilung unter Berücksichtigung von Digitalisierung und Technikeinsatz unter Einbeziehung der Kriterien Mitarbeiterzufriedenheit und Qualität der Versorgung.
Die Entwicklung von Vorschlägen für einen Algorithmus 2.0, d.h. eine Anpassung (Neuparametrisierung) des Personalbemessungsinstruments (PeBeM) bzw. des Algorithmus 1.0 auf Grundlage entsprechender Evaluationsergebnisse.