Neubau von 2 Hochschulgebäuden als solitäre Baukörper in direkter Nachbarschaft auf dem als Campuserweiterung zu entwickelnden Ostgelände der Technischen Universität Berlin, Fasanenstr. 89-91.
Nutzfläche nach DIN 277: Mathematikgebäude (Mathe) 14 530 m
Die Gebäude dienen zu großen Teilen dem gleichen Nutzerkreis und stehen in funktionalem Zusammenhang (Hörsäle, Seminarraum, großer Anteil Büroflächen, Rechnerraum, 3-D-Labore u. a.).
Beide Gebäude werden von einem Planungsteam bearbeitet, im Planungswettbewerb, i. V. m. Verhandlungsverfahren wurde ein Architekt als Generalplaner für die Leistungen Objektplanung Gebäude, Freianlagen, Tragwerksplanung, Technische Ausrüstung ausgewählt.
Kostenangaben gem. geprüftem Bedarfsprogramm, DIN 276, brutto, enthalten 5 % UV, 19 % MwSt.: Mathe KG200-700: 82 000 000 EUR; IMoS: KG 200-700: 42 000 000 EUR.
1) Es wurden die in der Vergabeunterlage V2-2 benannten „Delegierten Bauherrenleistungen“ vergeben. Diese sind folgenden Handlungsbereichen zuzuordnen:
a) Organisatorische Arbeiten;
b) Mengen und Qualitäten;
c) Kosten und Finanzierung;
d) Termine/Kapazitäten.
2) vorerst Stufe A1/Leistungsabschnitt 2/Vorplanungsunterlagen (Optionen – Stufe A2/Leistungsabschnitte 3 bis 5 und Stufe B/Leistungsabschnitte 6 bis 9 – siehe II.2.11);
3) Projektabbildung und Kostenkontrolle im Buchungssystem HHV: Abbildung und Fortschreibung der Einzel- und Gesamtkosten der Maßnahmen in HHV über den gesamten Projektzyklus, Auftrags-/Nachtragsvorbereitung, Rechnungsbearbeitung und Prognoseeingaben in HHV (s. Pkt. 9 im Vertragsentwurf);
4) Der Auftragnehmer hat den durch den Auftraggeber gestellten, internetbasierten Planteamserver zu nutzen;
5) eVergabe: Bearbeitung von Vergabevorgängen im Leistungsabschnitt 6 und 7 auf der Basis der elektronischen Vergabeplattform der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen;
6) Berichtswesen: zyklische Berichte (6 St./Jahr); monatliche Prognose zu Mittelabfluss, Mittelausschöpfung und Verpflichtungsermächtigungen bezogen auf das aktuelle Haushaltsjahr; Kostenstandübersicht gemäß Vorlage von SenStadtWohn (bei Bedarf, Fortschreibung tagesaktuell); Berichte zu Erfolgskontrollen;
7) Die Verfahrensabläufe gem. ABau und Projekthandbuch der SenStadtWohn Abteilung V sind zu beachten;
8) Es wird erwartet, dass der AN durchschnittlich 1 x wöchentlich an Besprechungen in Berlin teilnimmt. Reisekosten werden nicht erstattet;
9) Die Gebäude sollen unter dem Aspekt des Nachhaltigen Bauens im Sinne eines innovativen Energie- und kosteneffizienten Gebäudekonzeptes mit dem Ziel der Zertifizierung Silber geplant und errichtet werden; die hierfür erforderliche Kooperation und Berücksichtigung in der Projektsteuerung wird vorausgesetzt;
10) Aus Gründen der haushalterischen Abrechnung sind sämtliche Unterlagen jeweils getrennt nach Gebäude Mathe und nach Gebäude IMoS (einschließlich zugehöriger Leistungen) zu erstellen. Beide Gebäude einschließlich zugehöriger Leistungen sind auch getrennt abzurechnen:
— die in 1. bis 10. genannten Leistungen sind im Grundhonorar enthalten,
— Grundlage der Beauftragung ist das angepasste Vertragsmuster (Vertragsentwurf Vergabeunterlage V6 einschließlich Anlagen) der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen für Projektsteuerungsleistungen einschließlich der Allgemeinen Vertragsbestimmungen AVB-PS (gemäß dem Rundschreiben SenStadt VI A Nr. 07/2005 vom 21.9.2005, AVB-PS vom 29.8.2006, abrufbar unterwww.stadtentwicklung.berlin.de/service/rundschreiben),
— zu den Planungsbeteiligten werden neben einem/er Architekten/in als Generalplaner/in (mit den Leistungen Objektplanung Gebäude und Freianlagen, Tragwerksplanung, Fachplanung Technische Ausrüstung) auch Leistungen der Bauphysik, Bauakustik, Sachverständige für Nachhaltiges Bauen (BNB-Koordinator) und im Zusammenhang mit dem Zustimmungsverfahren Gutachter zur Prüfung des Tragwerks, des Brandschutznachweises, der Lüftungstechnischen-, Rauchabzugs-, Brandmelde und Alarmierungs- und Feuerlöschanlagen sowie entwurfsabhängig noch zu benennende Planungsbeteiligte und Sachverständige gehören,
— gemäß aktueller Rahmenterminplanung sollen die Bauplanungsunterlagen im September 2018 vorliegen. Eine Beschleunigung des Planungsverfahrens im Weg einer Zusammenfassung der Planungsschritte VPU und BPU wird angestrebt. Die Bauausführung soll ab Juni 2019 bis 2022 erfolgen (siehe fortgeschriebener Rahmenterminplan vom 1.6.2017). Grundlagen der Planung der Baumaßnahme bilden die geprüften Bedarfsprogramme aus März 2017, die in Auszügen zur Verfügung gestellt werden (siehe Vergabe unterlagen P1 und P2) und als vollständiger Ordner vor Ort zur Einsichtnahme bereitstehen.
Der Beginn der Leistungserbringung erfolgt unverzüglich nach der Beauftragung.