Vor dem Hintergrund der politischen Zielsetzung einer Verdopplung des Schienenpersonenverkehrs und einer stärkeren Verlagerung von Güterverkehren auf die Schiene ist die bestehenden Ausbauplanung regelmäßig zu überprüfen, neue Projektideen zu bewerten und die im Zuge der Bundesverkehrswegeplanung festgelegte Methodik regelmäßig zu aktualisieren.
Das erfordert eine dauerhafte und bedarfsgerechte externe fachlichwissenschaftliche
Unterstützung, die bei Bedarf beauftragt wird.
Der Bund hat in den letzten Jahren ein Bundeschienennetzmodell als Basis für seine Verkehrsprognosen und Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen für Infrastrukturvorhaben Schiene erarbeiten lassen.
Auf Basis des Netzmodells sollen verkehrspolitisch relevante Auswertungen durchgeführt werden. Dazu gehören die Nutzen-Kosten-Analysen für Schieneninfrastrukturprojekte (Einzelmaßnahmen oder Bündel) vorzubereiten und durchzuführen (z. B. im Zuge von Nach- oder Neubewertungen) inkl. Aktualisierung von Umlegungen prognostizierter Verkehrsmengen und gezielte Auswertungen zu aktuellen politischen Fragen.
Ebenfalls sollen vorhabenspezifische Bewertungen auf der Grundlage eines Projektindividuellen Bezugsfalls zur Prüfung verkehrlicher Eingangsdaten der von den EIU vorgelegten betriebswirtschaftlichen Bewertung sowie die Ableitung einer projektspezifischen Tragfähigkeit gem. BUV beauftragt werden.
Die Ergebnisse zu diesen Aufträgen sollen jeweils visualisiert und dokumentiert werden.
Der Auftragnehmer (AN) soll den Auftraggeber (AG) auf Anforderung hinsichtlich interner und externer Anfragen zu Bewertungen von Bedarfsplanvorhaben, evtl. Alternativen und ggf. weiteren Fragen beraten.
Hierauf aufbauend werden die Anforderungen in folgende Arbeitspakete untergliedert:
— Allgemeine wissenschaftliche Beratung, Sonderuntersuchungen,
— Nutzen-Kosten-Analysen für Infrastrukturprojekte sowie deren Aktualisierung auf Basis der dann jeweils geltenden BVWP-Methodik,
— Trassen- und Kostenplausibilisierung.