Fachplanung gem. HOAI Teil 4, Abschnitt 2, § 55 Technische Ausrüstung Anlagengruppe 1-3, Leistungsphase 5-9 (Stufenweise Beauftragung)
Das umzubauende Gebäude 14 befindet sich auf der Liegenschaft Oberst-Herrmann-Kaserne (ehem. Rettberg-Kaserne) in Eutin. Es liegt im nördlichen Teil der Liegenschaft.
Das vorhandene Unterkunftsgebäude wird aus wirtschaftlichen Gründen nicht saniert. Anstatt dessen wird es rückgebaut und durch einen Neubau ersetzt. Im Neubau soll das ermittelte Fehl an Unterkünften mit dem „Hotelstandard“ kompensiert werden. Der Gebäudetypus des Neubaus soll als viergeschossiges, nicht unterkellertes Unterkunftsgebäude mit 81 Hotelwohneinheiten annähernd baugleich dem schon fertiggestellten, gegenüberliegenden neuen Unterkunftsgebäude (Geb. 24) ausgeführt werden. Hierzu liegen Planungsunterlagen vor.
Der Neubau ist als freistehendes viergeschossiges Gebäude ohne Kellergeschoss geplant. Es handelt sich baurechtlich um einen Sonderbau mit einer Unterbringungs-Nutzung. Eine Einstufung als Beherbergungsstätte trifft nicht zu. Das Hauptgebäude ist 4-geschossig und erstreckt sich vom
Erdgeschoss über 1. und 2. Obergeschoss bis zum teils ausgebauten, teils nicht ausgebauten Dachgeschoss. Gemäß §2 (6) und (7) LBO besitzt das Gebäude 3 Vollgeschosse. Mit einer Höhe gem. §2 (3) von ca. 10,29 m ist das Gebäude nach der LBO Schleswig-Holstein in die Gebäudeklasse 5 einzustufen. Bei maximaler Belegungszahl halten sich im Gebäude ca. 81 Personen auf. Die baurechtlichen und brandschutzrechtlichen Belange der Maßnahme sind mit der Fachgruppe Öffentliches Baurecht des Gebäudemanagements Schleswig-Holstein abgestimmt.
- Schmutzwasserfall- und -sammelleitungen werden mit muffenlosen Gussrohren (SML) ausgeführt, die Anschlussleitungen in Kunststoffrohr (HT). Bodenabläufe DN100 sind in den Technikräumen geplant. Die entsprechenden Grundleitungen werden ebenfalls aus muffenlosen Gussrohren ausgeführt. Die Kondensatentwässerung des Lüftungsgerätes im Dachgeschoss erfolgt über einen Bodenablauf.
- Die Trinkwasserleitungen werden als Edelstahlrohre verlegt. Die horizontale Verteilung erfolgt im Erdgeschoss und die vertikale Verteilung in Strängen in den Installationsschächten der Nasszellen. Die Trinkkaltwasserleitungen werden an den Zapfstellen durchgeschleift und mit Hygieneschaltungen versehen. Geplant ist eine Warmwasserbereitung im Durchflussprinzip mit einem heizseitigen Pufferspeicher 1.500 l in Stehender Ausführung.
- Wasserzähler und automatisierte rückspülbarer Filter sind mit geplant. Die Dämmung der Trinkwasserrohre kalt erfolgt diffusionsdicht mit alukaschierter Mineralwolle und die Trinkwasserrohre warm werden ebenfalls mit alukaschierter Mineralwolle gedämmt. Die Dämmung in sichtbaren Bereichen erfolgt mit Alu-Grobkornfolie, im stoßgefährdeten Bereichen mit Blechmantelverkleidung. Nach Abschluss aller Arbeiten werden Druckprobe und Trinkwasseruntersuchungen durchgeführt.
- Das Gebäude wird aus der vorhandenen Wärmeerzeugungsanlage im Kesselhaus der Oberst-Herrmann- Kaserne versorgt. Die vorhandene Fernwärmeleitungen für den Altbau wird fachgerecht getrennt. Da der neue Heizungsanschlussraum auf der Westseite des Gebäudes liegt, müssen die Leitungen umverlegt werden. Es wird eine neue Unterstation mit insgesamt 3 Heizkreisen vorgesehen:
Eine detaillierte Leistungsbeschreibung sowie weitere verfahrensbezogene Vergabeunterlagen sind auf der E-Vergabeplattform zum Verfahren unter https://www.meinauftrag.rib.de/public/DetailsByPlatformIdAndTenderId/platformId/7/tenderId/121003511 eingestellt.