Das als Zentralapotheke genutzte Gebäude bietet für die aktuellen Anforderungen des Apothekenbetriebes nicht mehr ausreichend Fläche. Auf modernen Apothekenbetrieb abgestimmt soll das Gebäude während des Betriebes flächenmäßig erweitert und modernisiert werden. Der Umbau erfolgt im laufenden Betrieb in enger Abstimmung mit der Krankenhaushygiene.
Zu Beginn der Bauphase werden zwei Anbauten in Massivbauweise mit einer biegesteifen Bodenplatte auf Streifen- und Einzelfundamenten sowie aus Kalksandstein gemauerten Außenwänden erstellt. Diese erhalten gleich dem Bestandsgebäude ein bekiestes Flachdach aus Stahlbeton. Auf diesen Flachdächern werden später die notwendigen Lüftungsanlagen für GMP-Bereich und Apothekenbereich platziert. Die bestehende Erschließung des Gebäudes ist ausreichend dimensioniert und wird auf den Anbau weiter geführt.
Eine Bauvoranfrage für eingeschossige Anbauten an das teilunterkellerte Bestandsgebäude wurde bereits gestellt und von der Behörde positiv bewertet. Ein Entwässerungsgesuch sowie ein Lüftungsgesuch ist dem Bauantrag beigefügt.
Nach der Erstellung der Anbauten wird der Apothekenbereich abschnittsweise umgebaut und ertüchtigt. Die Modernisierung im Bestand wird beginnend mit den ehemaligen Praxisräumen und alten Büros eingeleitet. Mit der Nutzungsaufnahme im neuen GMP-Bereich sowie den Bereichen Unit-Dose, Rezeptur und Analytik kann der Umbau der aktuellen sterilen Herstellung zu einem Lagerbereich und einem Wertschutzraum für BTM Lagerung erfolgen. Der Wareneingang und der Bereich Entsorgung werden durch ein Rolltor und eine Überdachung ergänzt. Die Aufzugsanlage wird modernisiert. In der funktionalen Gliederung werden sämtliche Abläufe des Apothekenbetriebes im Erdgeschoss abgebildet.
Der neue Anbauten im östlichen Bereich bietet Platz für einen modernen GMP-Bereich, während im westlichen Anbau der neue Kommissionierungsautomat sowie Warenausgang, Büroräume und eine Kühlzelle platziert werden. Zusätzlich werden hier ein Schulungs-und ein Aufenthaltsraum untergebracht. Durch die Baumaßnahmen werden im Erdgeschoss des Bestandsgebäudes Räume für eine UNIT DOSE und benötigte Lagerflächen gewonnen und alle übrigen betriebsrelevanten Räume untergebracht. Im Untergeschoss des Bestandsbaus werden sich analog zum Bestand Technikräume, Archive, Umkleide- und Lagerräume befinden. Zusätzlich wird ein Lagerraum für brennbare Flüssigkeiten, sowie ein Raum für mikrobiologische Anwendungen untergebracht.
Die Gesamtkosten der Maßnahme betragen 7,0 Mio. €. Die Massnahme wird im Rahmen des Thüringer Krankenhausinvestitionsprogramms mit 5,5 Mio. EUR gefördert. Die Maßnahme endet laut Bescheid am 31.12.2027.
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