Für die Universität des Saarlandes soll auf dem Campus Saarbrücken ein neues Forschungsgebäude entstehen. Innerhalb des baulich dicht genutzten Campus wird der Neubau auf einer bis zum Maßnahmenbeginn freigeräumten Fläche errichtet. Dieser dient als Zentrum zur Bündelung unterschiedlicher Forschergruppen in den Fachbereichen Experimentelle und Theoretische (Bio-) Physik. Neben Bereichen, die einzelnen Arbeitsgruppen zugeordnet sind, gibt es auch gemeinsam genutzte Bereiche, wie z. B. Seminarräume, Gemeinschaftslabore (biologische, chemische oder physikalische Labore) oder Speziallabore wie Reinraum und Zellkulturlabor. Zudem werden auch Zonen zum Austausch von wissenschaftlichen Erkenntnissen oder Präsentationen benötigt, die gemeinschaftlich genutzt werden. Die Nutzung als Seminar- und Konferenzräume ist ggf. unter Anwendung der VStättVO zu planen.
Die Flächen des Raumprogramms belaufen sich auf ca. 3 900 m
Projektbeschreibung:
Das Forschungsgebäude weist einige Laborräume auf, welche besondere Anforderungen an die Räume und an die Gebäudetechnik stellen.
Die Labore sind mit Teilklimaanlagen zu versehen. Der Reinraum wird nach ISO 14644 klassifiziert und ist entsprechend der Klasse ISO 5 zuzuordnen. Aufgrund dieser Anforderungen ist der Reinraum mit einer Vollklimaanlage auszustatten. Büroräume können natürlich be- und entlüftet werden. Sonstige Räume sind je nach Entwurfskonzept raumlufttechnisch zu bewerten.
Da für die Labore eine hohe technische Ausrüstung bzw. eine komplexe Gebäudetechnik zu erwarten ist, ist mit einem erheblichen Technikflächenanteil zu rechnen. Im Rahmen eines Wettbewerbs wurde den Architekten als Orientierungshilfe und zur Vergleichbarkeit im Raumprogramm definierte Technikflächen mitgegeben, die auf Erfahrungswerten des Laborbaus basieren. Die Angaben müssen in der weiteren Planung durch ein konkretes TGA-Konzept verifiziert werden.
Die Wärmeversorgung des Gebäudes wird über Fernwärme sichergestellt.
Leistungsumfang:
Es wurden Leistungen der Technischen Ausrüstung Anl.-Gr. 7 (Labortechnik) gem. §§ 53 ff. HOAI LPH 2-9 vergeben. Die Beauftragung erfolgt stufenweise, ein Abruf der LPH 6-9, ganz oder teilweise, bleibt vorbehalten.
Projektkosten:
Die Bauwerkskosten werden mit ca. 10,6 Mio. EUR netto KG 300 bzw. 8,9 Mio. EUR netto KG 400 veranschlagt.
(KG 470 Labortechnik – 1,34 Mio. EUR netto).