Die A7 ist bzw. wird auf niedersächsischem Gebiet im Abschnitt von BAB-km 207+834 bis BAB-km 267+750 auf einer Länge von 59,7 km zwischen südlich der AS Bockenem und der AS Göttingen 6-streifig ausgebaut. Bei dem Projekt handelt es sich um ein ÖPP-Projekt, welches als Verfügbarkeitsmodell umgesetzt wird. In diesem Projekt erbringt der ÖPP-Auftragnehmer auf einem festgelegten Abschnitt (s.o.) Planungs-, Bau-, Betriebsdienst- und Erhaltungsleistungen über einen Zeitraum von 30 Jahren wahr. Die Gesamtleistung des ÖPP-Projekts umfasst im Einzelnen den 6-streifigen Ausbau der Planfeststellungsabschnitte (PFA) 3, 4 und 5 auf 29,2 km Länge unter Aufrechterhaltung des Verkehrs, den Bau von Ingenieurbauwerken, Anlagen der Straßenentwässerung und des Lärmschutzes sowie der Straßenausstattung und die landschaftspflegerischen Maßnahmen, die anteilige Durchführung des Grunderwerbs für die Ausbaustrecke, die Erhaltung, den Betriebsdienst einschließlich des Winterdienstes und weitere Leistungen.
Die NLStBV wird für die operative Vertragsabwicklung und Überwachung zwei unabhängige Verwaltungshelfer einsetzen, die Obere Baubegleitung (OBB) und die Interdisziplinäre Baubegleitung (IBB). Gegenstand dieser Vergabe ist die IBB. Die OBB wird in einem separaten verfahren ausgeschrieben. Gemeinsam bilden OBB und IBB organisatorisch die Stelle, die die Vertragsabwicklung vor Ort begleitet und überwacht. Sie prüfen und dokumentieren sämtliche für den Vertrag und die Abrechnung relevanten Einflussgrößen wie Leistungssoll, Verfügbarkeitseinschränkungen. Die IBB ist der OBB fachtechnisch unterstellt. Der Auftraggeber erwartet von der IBB die stets aktuelle Kenntnis über den Fortschritt und die Qualität der operativen Vertragsabwicklung vor Ort. Die spezielle Vertragsform der Öffentlich-Privaten-Partnerschaft erfordert eine vom konventionellen Verfahren abweichende, projektspezifisch ausgerichtete Begleitung, Überwachung und Vertragsabwicklung.