Die 1934 erbaute Rethehubbrücke liegt im Süden Hamburgs und dient dem Anschluss der Hafengebiete in Altenwerder/Moorburg und Harburg an den mittleren Freihafen sowie der Entlastung der Haupthafenroute über die Köhlbrandbrücke. Die Rethehubbrücke wird derzeit vom Straßen- und Schienenverkehr (Hafenbahn) genutzt.
Eine wirtschaftliche Instandhaltung des Bauwerks ist nicht mehr möglich, sodass der Rückbau der Rethehubbrücke unverzichtbar ist. Zuvor erfolgt der Ersatzneubau der Retheklappbrücke, deren Neubau in wesentlichen Teilen abgeschlossen ist. Nach Inbetriebnahme der Retheklappbrücke wird der Straßen- sowie Schienenverkehr vollständig über die neue Brücke geführt.
Das geplante Bauvorhaben dieses Ausschreibungsverfahrens umfasst Leistungen zum Rückbau der Unterbauten der Rethehubbrücke und begleitende Maßnahmen, wie die Verbreiterung der Fahrrinne und neue Dalben, die Herstellung einer neuen Uferwand sowie die Anpassung der Straße Rethedamm.
Geplanter Ausführungsbeginn: 2. Quartal 2018.
Das geplante Bauvorhaben dieses Verhandlungsverfahrens umfasst den Spezialtiefbau und begleitende Maßnahmen wie:
B2.0) Kampfmittelsondierung und ggf. –räumung;
B2.1) Rückbau der Unterbauten der Rethehubbrücke;
B2.2) Rückbau und Herstellung von Dalben;
B2.3) Herstellung der Uferwand Ost;
B2.4) Anpassung der Fahrrinne;
B2.5) Siel- und Straßenbau Rethedamm (Wendeanlage und Parkplatz).
Die Bauabschnitte sind räumlich und terminlich stark voneinander abhängig und eine intensive Steuerung und Koordination der Bauabläufe ist zwingend erforderlich.
Zu B2.0) Bauabschnittsübergreifend ist eine Kampfmittelsondierung (teilweise baubegleitend) und ggf. -räumung der noch nicht freigegebenen Flächen in dem Baufeld Teil der geforderten Leistung.
Zu B2.1): Die Spundwände der Unterbauten sollen soweit möglich gezogen werden. Des Weiteren umfasst die Teilleistung den Rückbau der Widerlager mit Senkkastengründung, der Fangedämme und des Steuerhauses mit maschinentechnischer Ausstattung.
Zu B2.2): Das Einbringen von drei Dalben hat erschütterungsarm zu erfolgen.
Zwei Einzeldalben und zwei 5-pfähligen Dalben sind mittels Vibration zu ziehen. Jeweils ein Einzeldalben und ein 5-pfähliger Dalben müssen darüber hinaus unterhalb der Fahrwassersohle gekappt werden.
Zu B2.3) Herstellung von ca. 40 m Uferwand östlich der nördlichen Klappenpfeiler der Retheklappbrücke. Es wird eine Spundwand mit Schrägverankerung und Stahlbetonholm hergestellt. Die Rückverankerung erfolgt mit gebohrten Rohrverpresspfählen. Das Einbringen der Spundwände muss erschütterungsarm erfolgen.
Zu B2.4): Die Fahrrinne ist mittels Nassbaggerarbeiten zu verbreitern. Die Tiefe der Fahrrinne bleibt unverändert. Im Zuge der Fahrrinnenanpassung sind Baugrubenwände des Neubaus der Retheklappbrücke zurückzubauen. Tragrohre und Füllbohlen sollen in unterschiedlichen Höhen abgebrannt werden. Bei dem Abbrennen der Baugrubenwände handelt es sich im Wesentlichen um Taucherarbeiten.
Zu B2.5) Nach Fertigstellung der Uferwand Ost ist der Siel- und Straßenbau nördlich der Rethehubbrücke herzustellen.
Straßenbau: u.a. Neubau einer Parkfläche, einer Wendeanlage, Rückbau der alten Zuwegung zu einem HPA-Anleger und deren Ersatzneubau, z.T. mit Errichtung der Beleuchtung.
Sielbau: Fertigstellung des letzten Sielleitungsstückes Rethedamms mit Regenwasserbehandlungsanlage. Rückbau der vorhandenen Entwässerungsleitungen und Regenwasserschächte. Trinkwasser- und Gasanschluss des neuen Betriebsgebäudes.
Weitere Details zu B2.0 bis B2.5 sind dem frei zugänglichen Bewerbungsformblatt zu entnehmen.