Gegenstand der Beschaffung ist die Restaurierung der No.5 ELBE, einem 25 Meter langen hölzernen Lotsenschoner aus dem Jahre 1883. Der Lotsenschoner liegt derzeit im Traditionsschiffhafen Hamburg. Der Beginn der Maßnahme ist für den 1.9.2018 vorgesehen.
Die Stiftung Hamburg Maritim beabsichtigt eine strukturelle Rumpfrestaurierung des denkmalgeschützten Lotsenschoners No.5 ELBE und schreibt die Durchführung einer Grundinstandsetzung und Reparatur des Schiffes aus.
Durch die zu beauftragende Werft sollen durch Arbeiten an den Querverbänden und ggf. Längsverbänden sowie der Außenhaut des hölzernen Rumpfes des Lotsenschoners No.5 ELBE die Festigkeit des gesamten Rumpfverbandes, die Dichtigkeit des Schiffes und somit auch die Seetauglichkeit bzw. der Fahrbetrieb langfristig gesichert werden. Die Arbeiten sollen vom 1.9.2018 bis zum 30.4.2019 durchgeführt werden.
Der Gesamtauftrag gliedert sich grob wie folgt:
1) Vorbereitende Arbeiten & Nebenarbeiten;
2) Demontage;
3) Neubau Kielkonstruktion, Achtersteven & Ruder;
4) Neubau Spanten;
5) Neubau Planken, Schanzkleid;
6) Kupferbeplattung;
7) Montage;
8) Krängungsversuch.
Bei Ankunft des Schiffes an der Werft wird dieses zunächst von der Auftraggeberin auf die bevorstehende Werftzeit vorbereitet. Dies beinhaltet das Ausräumen des Schiffes und die Demontage sowie Einlagerung aller Ausrüstungsgegenstände. Im Anschluss wird die Werft in Kooperation mit der Auftraggeberin das Rigg demontieren und die gezogenen Masten an Land lagern. Erst dann kann das Schiff geslippt und ggfs. zum Hallenplatz verholt werden.
Zur Herstellung einer Befundungsfähigkeit der Spanten und der Innenwegerung sollen nach der vollständigen Entfernung der Kupferbeplattung in Absprache mit dem Auftraggeber nur einzelne vollständige Plankengänge demontiert werden.
Die verbleibenden Plankengänge können nach der Festlegung nacheinander demontiert werden, sodass die erneuerungsbedürftigen Spanten getauscht werden können. Die finale Arbeitsmethode zum Austausch der Spanten wird nach Abschluss der Befundung und Festlegung des Arbeitsumfangs festgelegt.
Der Leistungsumfang der Reparaturarbeiten ergibt sich aus den Arbeitspositionen der Leistungsspezifikation.
Nach Durchführung der Arbeiten an den Quer- und Längsverbänden erfolgt eine Neubeplankung des Schiffes einschließlich Schanzkleid und Scheuerleiste.
Das Schiff soll die der Werftzeit nachfolgende Sommersaison 2019 ohne Kupferbeplattung gefahren werden. Erst im Herbst 2019 ist die Kupferbeplattung anzubringen, jedoch ist vorher noch einmal zu kalfatern, soweit dies erforderlich wird.
Die gesamten Reparaturarbeiten am Schiff sind unter einer Einhausung (inkl. Beheizung und Belüftung) vorzunehmen.