Generalplanerleistungen für die denkmalgerechte Sanierung und nutzungsbezogene Ertüchtigung des Laborgebäudes als Bestandteil des Erlebnispfades der begehbaren Großskulptur Kokerei Hansa in Dortmund.
Die unter Denkmalschutz stehende Kokerei Hansa in Dortmund wurde im Rahmen eines Kokereineubau- und Rationalisierungsprogrammes der Vereinigten Stahlwerke AG als eine der ersten Großkokereien ab 1927/28 errichtet. Sie ist heute die letzte nahezu vollständig erhaltene Kokerei dieser Zeit. Das Industriedenkmal befindet sich seit 1997 im Eigentum der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur, die den Standort
sukzessive baulich sichert und das hochrangige Denkmal im Rahmen von Veranstaltungen und Führungen auf dem Besucherpfad "Natur und Technik" für die Öffentlichkeit zugänglich macht. Die Kokerei Hansa ist ein Ankerpunkt auf der vom Regionalverband Ruhr getragenen Route der Industriekultur und der Route Industrienatur und ein Standort des Emscherlandschaftsparks.
Das Laborgebäude befindet in zentraler Lage auf dem Gelände. Es wurde 1927/28 als eingeschossiges Maschinenhaus errichtet. Der kubische, verklinkerter Bau mit flach geneigtem Dach verfügt über eine dreiseitige Befensterung. Während an der Süd- und Osttfassade die ursprünglichen Stahlsprossenfenster erhalten geblieben sind, wurden die Fensteröffnungen an der Straßenseite (West-Fassade) im Rahmen eines Umbaus in den 50er Jahren mit Glasbausteinen und Ziegel vermauert. Die Nordfassade ist fensterlos. Das Gebäude ist nicht unterkellert.
1951 erfolgte der Umbau, bei welchem das Gebäude zweigeteilt wurde: der nördliche Gebäudeteil blieb als eingeschossiger, hallenartiger Werkstattraum erhalten und ist bis auf eine eingebaute
Galerie nicht weiter unterteilt. Im südlichen Gebäudeteil wurden zwei zusätzliche Geschossdecken und hinter der Südfassade ein Treppenhaus eingezogen. Im 1. Obergeschoss wurde (nach einer kurzen Phase der Zwischennutzung für eine Sauerstoffanlage bzw. als Schwefellager) seit 1956/58 das Kokereilabor eingerichtet. In diesem Zusammenhang erfolgten weitere bauliche Veränderungen wie labortechnische Einbauten und Raumteilung. Im 2. Obergeschoss wurden provisorische Wände von 2,20 m Höhe als Raumtrenner eingebaut. Die Räumlichkeiten befinden sich direkt unter dem stählernen Fachwerk der Dachkonstruktion und sind nach oben offen.
Im Jahr 2020 erfolgte die Neuabdichtung des Daches. In diesem Zusammenhang wurde auch die Dachentwässerung erneuert.