Die S-Bahn Hamburg GmbH baut am Standort Kronsaalsweg für ihre S-Bahn-Fahrzeuge eine Fahrzeuginstandhaltungswerkstatt (Werkstatt-Gebäude-Komplex). Das Bauvorhaben, Neubau S-Bahn Hamburg Werk Nord, besteht aus folgenden Anlagenteilen:
— FZH Fahrzeughalle (4 Gleise) mit zur Halle hin offenem Lageranbau;
— VSG Verwaltungs- und Sozialgebäude mit integrierter Leitstelle;
— ZBA Zugbildungsanlage Kronsaalsweg (3 Gleise mit Kapazität für 7 Kurzzüge);
— Gleisanlagen;
— Zufahrtsstraßen und Parkplätze.
Gegenstand sind die Gleisbauarbeiten in der Fahrzeughalle inkl. der Radaufstandskraftmesseinrichtung sowie die Laufschienen der Radsatzdurchdreheinrichtung.
Gesamtmenge bzw. –umfang:
— Aufgeständerte Gleise einschl. Gitterrostlaufsteg, seitliche Trittroste, Gitterrostbühne zwischen den beiden Arbeitsständen und Treppen für ca. 550 m (4 x 137,50 m Gleislänge);
— Führungsschienen für Grubenwagen für die Radsatzdurchdreheinrichtung an Gleis 315 und 316 ca. 275 m (2 x 137,50 m Gleislänge);
— Gleisbau Überwege im Vergusssystem ca. 16 m (4 x 4,0 m Gleislänge);
— Radkraftmesseinrichtung für alle Drehgestell / Achsen (24 Messbrücken) an Gleis 315.1 und 316.1. Alle Messschienen sind als „Messgleis“ auszuführen.
Gegenstand sind die Lieferung und die Montage der stationären Dacharbeitsbühnen einschl. in der Fahrzeughalle.
Gesamtmenge bzw. –umfang:
— Beidseitige Dacharbeitsbühnen mit einer Breite von je 1,0 m in Grundstellung an 3 Gleisen 315, 316 und 317 (3 x ca. 138 m); belegt mit Warzenblech
— 0-Spaltabdeckung durch Ausschubkassetten; mit einem Ausschub von ca. 350 mm; belegt mit Warzenblech; Segmentlänge je Ausschubkassette entsprechend Stützachsenraster von ca. 6,125 m
— Aufbau je Gleis bzw. Dacharbeitsbühne von einer Treppenanlagen (Gitterrostausführung; Anforderung R12) inkl. gemeinsamer Podestanlagen zum Verbinden und Erreichen der benachbarten Dacharbeitsbühnen zwischen den Arbeitsständen sowie an einem Ende der Dacharbeitsbühnen.
— Aufbau der vom Binder abzuhängenden Stahltragkonstruktion für o. g. Dacharbeitsbühnen inkl. Beachtung weiterer Anbauten an die Stahltragkonstruktion der Dacharbeitsbühne wie Beleuchtung, Sender zur Triebfarzeugführerselbstabfertigung, Speiseschaltern für Deckenstromschienen im Bereich der 15kV Prüfstände usw.
— Einrichten (Erstellen von Frontabsturzsicherungen) und Programmieren jeder Dacharbeitsbühnen in 2 getrennte Arbeitsstände
— optional obige Ausführung der Dacharbeitsbühne an Gleis 317.
— Einbindung der automatischen Erdungs- und Abschaltautomatik (AEA) der Oberleitungsanlage am Arbeitsstand 318.1 und 318.2 zum Schutz von Fahrstrom beim Betreten der Dacharbeitsbühne
— Sicherheitssteuerung nach dem Sicherheitskonzept (SIKO) und steuerungstechnische Einbindung weiterer Anlagentechnik wie z.B. Krananlagen, Freigabe der Toranlage und Warnleuchten
— Beidseitige an den Dacharbeitsbühnen mit einer Breite von je 1,0 m abgehängte und elektrisch in Lage und Höhe verfahrbare mobile Arbeitsbühnen an 2 Gleisen 315 und 316 (je 4 x ca. 4,0 m); belegt mit Warzenblech ohne 0-Spaltabdeckung
— optional obige Ausführung der verfahrbare mobile Arbeitsbühnen an Gleis 317 bzw. 318.
Gegenstand sind die Lieferung und die Montage der Krananlagen in der Fahrzeughalle.
Gesamtmenge bzw. –umfang:
— 1 Einträgerlaufkrananlagen mit einer Tragkraft von 1,5 Tonnen zur Abdeckung und Bedingung von 2 Arbeitsständen am Gleis 316 auf gesamter Hallenlänge (147 m); einseitige Sicherheitsschleifleitung;
— Redundante Überwachung der Parkposition der Krankatzen; mit Ausgabe von Steuermeldungen an die Steuerung der verwaltenden Dacharbeitsbühne;
— Bedienung über Funkferntaster jeder einzelnen Krananlage;
— Kranbahn auf einer Hallenlänge von ca. 147 m zur Überbrückung eines Stützachsabstandes von ca. 6,125 m; montiert an Halterungen unterhalb der Spannbetonbindern;
— optional obige Ausführung der Einträgerlaufkrananlagen an Gleis 317.