Beabsichtigt ist die Beauftragung von
Objekt 1: Objektplanungsleistungen für Ingenieurbauwerke nach Teil 3, Abschnitt 3, der HOAI 2013.
Objekt 2: Objektplanerleistungen für Verkehrsanlagen nach Teil 3, Abschnitt 4, der HOAI 2013.
Objekt 3: Fachplanungsleistungen für Technische Ausrüstung nach Teil 4, Abschnitt 2, ALG 1.7, der HOAI 2013
Die Liegenschaft „MOS Bremerhaven“ befindet sich an der Elbestraße 101 im Stadtviertel Geestemünde in Bremerhaven. Die Liegenschaft hat eine Gesamtfläche von ca. 20 ha.
Die Kasernenanlage wurde in den 1930iger Jahren auf dem ehemaligen Gelände einer Werft gebaut und ist seit 1958 eine Ausbildungseinrichtung der Deutschen Marine. Zusätzlich zu den Lehr- und Unterkunftsgebäuden befinden sich diverse Verpflegungs-, Sport- und Trainingsstätten auf der Liegenschaft.
Anfang der 70er Jahre wurde das Kanalnetz auf ein Trennsystem umgebaut. 1999 wurde das Kanalnetz erstmalig im Rahmen einer Kamerainspektion befahren. Darauf aufbauend wurde von 2001 bis 2003 das Kanalnetz saniert und zum Teil erneuert (ca. 15 bis 20 %).
Die Abwasserentsorgung der Marineoperationsschule Bremerhaven erfolgt weitestgehend über das vorhandene Trennsystem, das sich aus folgenden Entwässerungsnetzen zusammensetzt:
Regenwasser: ca. 13 Km Haltungen und Leitungen
Schmutzwasser: ca. 5,5 km Haltungen und Leitungen
Mischwasser: unter 100 m Haltungen und Leitungen
Aufgrund der Geländetopographie existieren auf der Liegenschaft Marineoperationsschule Bremerhaven eine Vielzahl von Sonderbauwerken in Form von Regenwasserhebewerken.
Planerische Grundlagen:
Im LAK Teil A wurde der bauliche Zustand der Haltungen, Anschlussleitungen und Schächte untersucht. Die TV-Inspektion wurde im Zeitraum vom November 2015 bis September 2016 durchgeführt.
Die Fortschreibung des Bestandes ist bei der Bearbeitung des LAK Teil B berücksichtigt worden, so dass im Juli und September 2018 eine Restinspektion des Kanalbestandes durchgeführt wurde und in die Bewertung des LAK Teil B überführt wurde.
Die aktuelle Ausarbeitung des LAK Teil B dient als Grundlage für die ingenieurtechnische Bearbeitung.
Geschätzte Gesamtbaukosten: 4 140 000,00 EUR brutto (19 %) (Kostengruppe 200-500).
Der Auftrag umfasst die ingenieurtechnische Planung, Ausschreibung, Überwachung und Dokumentation der Sanierung der Abwasseranlagen folgender Objekte:
— Objekt 1: Kanalerneuerung in offener Bauweise,
— Objekt 2: Kanalsanierung in geschlossener Bauweise,
— Objekt 3: Neubau und Erneuerung Pumpwerke,
— Objekt 4: Straßenneubau. Nach HOAI, Leistungsbild für Planungsleistung der Ingenieurbauwerke, Verkehrsanlagen sowie Technische Ausrüstung, sind Leistungen der Bauunterlage (Leistungsstufe 1), sowie die vollständige Ausführungsplanung, die Vorbereitungen und Mitwirkungen der Vergaben und der Bauoberleitung einschl. örtl. Bauüberwachung zu erbringen (Leistungsstufe 2-5).
Die RBBau Leistungsstufen 1 (LPH 2, 3 u. 4 nach HOAI), Leistungsstufe 2 (LPH 5 nach HOAI), Leistungsstufe 3 (LPH 6 u. 7 nach HOAI), Leistungsstufe 4 (LPH 8 nach HOAI) und Leistungsstufe 5 (LPH 9 nach HOAI) erfordern neben den Grundleistungen folgende besondere Leistungen: Objektübergreifende, integrierte Bauablaufplanung, Koordination des Gesamtprojekts, Aufstellen der Ablaufplanung, Erarbeiten der erforderlichen Unterlagen für die Durchführung von Teilnahmewettbewerben, Örtliche Bauüberwachung. Der Maßnahme liegt das LAK Teil B zu Grunde. An der Durchführung der Maßnahme werden durch den Auftraggeber weitere Fachgebiete beteiligt, u. a. eine artenschutzrechtliche Baubegleitung, Vermessungs-, Beprobungs- und Laborleistungen, Sicherheits- und Gesundheitskoordinator, Tragwerksplanung soweit erforderlich, Kampfmittelräumdienst. Diese sind im Planungs- und Durchführungsprozess vom Auftragnehmer zu koordinieren. Die Abfolge der Maßnahme erfolgt in Abstimmung mit allen Beteiligten, sowie unter Berücksichtigung der Aufrechterhaltung der Infrastruktur.