Die Stadt Löhne beabsichtigt die Fachplanungsleistungen zur Ausarbeitung und Durchführung des Sanierungs- und Umbaukonzepts am Bahnhofgebäude Löhne zu einem Haus für Kultur und Begegnung im Sinne des NRW-Förderprogramms „Dritte Orte“ zu beauftragen.
Um das Gebäude zukunftsorientiert zu gestalten, bedarf es eines neuen Energiekonzeptes und der dementsprechenden energetischen Sanierung. Ziel dieses Energiekonzeptes wird die Schaffung eines klimafreundlichen Gebäudes sein, das den gesetzlichen Anforderungen entspricht – weg von der Idee einer maximal „dichten“ Gebäudehülle hin zu der Verwendung regenerativ erzeugter Energien zur Beheizung des Gebäudes in Verbindung mit Innendämmungen und Einzelmaßnahmen (Fensteraustausch) in Bereichen, die dies gestalterisch und denkmalrechtlich zulassen. Die Wärmeerzeugung wird dabei durch Luftwasser- Wärmepumpen sichergestellt. Die Beheizung kleinerer Räume erfolgt dabei über Wandkollektoren, die für geringe Vorlauftemperaturen (nachhaltige Wärmeerzeugung) geeignet sind. Die großen Säle werden dagegen mit einer Warmluftbelüftungsanlage ausgestattet, die ebenfalls den Frischluftwechsel sicherstellt. Der Luftaustausch der kleineren Räumlichkeiten wird, wo möglich, über mechanische Lüftung im Sinne einer Fensterlüftung gewährleistet. Ergänzt wird das energetische Konzept durch den Einbau einer großflächigen Photovoltaikanlage auf den südlichen Dachflächen (gleiszugewandte Seite) des Gebäudes, bestenfalls mit einem dazugehörigen Energiespeicher. So soll sichergestellt werden, dass die eigens erzeugte Energie gänzlich für den Betrieb des Dritten Ortes genutzt werden kann. Eine detaillierte Konzept- und Maßnahmenbeschreibung sowie das Entwurfskonzept stehen im Projektraum zur Verfügung. Der Baustart ist für Herbst 2024 vorgesehen. Die vorläufigen Bauinvestitionskosten (KG 300 + 400 nach DIN 276) für die Maßnahme werden auf ca. 7,5 Mio. Euro (brutto) geschätzt.