Allgemeine Beschreibung:
Die Leistungen beinhalten den Neubau eines Designstudios für die Staatliche Berufsfachschule und Fachschule für Produktdesign in 95100 Selb. Im Rahmen eines Realisierungswettbewerbs wurden im Januar 2021 die Siegerentwürfe für die Architektenleistung ermittelt.
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Auftragsgegenstand:
Gegenstand des Auftrags sind die im Leistungsbild Tragwerksplanung unter §49 HOAI Absatz (1) genannte statische Fachplanung mit den in der Anlage 14 Nummer 14.1 beschriebenen Grundleistungen im Leistungsbild Tragwerksplanung, für die Leistungsphasen 1 bis 6. Die Auftragserteilung erfolgt derzeit nur für den Bauabschnitt I.
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Eine stufenweise Beauftragung ist vorgesehen. Stufe 1: LPH 1 bis 3, Stufe 2: LPH 4, Stufe 3: LPH 5 bis 6, Stufe 4: Bes. Leistungen LPH 8. Das Bauvorhaben ist nach §52 mit in der Anlage 14.2 aufgeführten Objektliste nach HOAI 2021 einzuordnen.
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Weiterhin werden folgende besondere Leistungen nach §51 (5) in Verbindung mit Anlage 14 Nummer 14.1 Gegenstand der Angebotseinholung:
LPH 2: Vorläufige nachprüfbare Berechnung wesentlicher tragender Teile und vorläufig nachprüfbare Berechnung der Gründung.
LPH 3: Vorgezogene, prüfbare und für die Ausführung geeignete Berechnung wesentlicher tragender Teile als vorgezogene Leistung der LPH 5. Vorgezogene, prüfbare und für die Ausführung geeignete Berechnung der Gründung als vorgezogene Leistung der LPH 5. Mehraufwand bei Sonderbauweisen oder Sonderkonstruktionen, z.B. Klären von Konstruktionsdetails.
LPH 4: Nachweise zum konstruktiven Brandschutz.
LPH 5: Konstruktion und Nachweise der Anschlüsse im Holzbau.
LPH 8: Bewehrungsabnahmen.
Allgemeine Anforderungen an das Gebäude
Bei dem Gebäude handelt es sich um ein Arbeits- und Schulungsgebäude für die Staatliche Berufsfachschule/Fachschule für Produktdesign Selb. Schwerpunkte der Ausbildung sind die Bereiche Mobilität/Automobil sowie Konsum- und Investitionsgüterdesign. Das Designstudio wird ein gemeinsamer Lernort für kreative junge Menschen - keine Schule im klassischen Sinn. Zur Erreichung der Funktion als offener Lehr- und Lernort ist eine hohe Multifunktionalität zu gewährleisten. In einer Kombination aus integrierten Studios und Werkstätten wird das Ziel verfolgt, die analoge und die digitale Entwicklungswelt zusammen zu führen. Junge Erwachsene lernen und arbeiten projektorientiert unter Anleitung des Lehrpersonals. Die Arbeit ist gekennzeichnet von hoher Autonomie der Lernenden in unterschiedlichen Gruppengrößen. Alle Lehrinhalte im Bereich Mobilitäts- und Produktdesign sind einem permanenten und hochfrequenten Wandel unterworfen. Manche Technologien und Prozesse, die heute eingesetzt werden können schon in wenigen Jahren veraltet sein. Der Neubau soll auf den Flur-Nrn. 1899/45 und 1899/46 (Gemarkung Selb) errichtet werden. Die zum Bau vorgesehene Fläche wird von Norden vom Christian-Höfer-Ring eingegrenzt und von Westen über die Ascher-Str. bzw. dem Hutschenreuther Platz erschlossen. Das Grundstück fällt nach Osten hin leicht ab. Bei dem zur Nutzung vorgesehenen Areal handelt es sich um den vormaligen Standort der Porzellanfabrik Hutschenreuther AG im Gewerbegebiet Selb Nord, welches 2014 komplett abgerissen wurde. Das Areal ist völlig beräumt. Das Baufeld ist durch vorhandene Ablagerungen aus der ehemaligen Porzellanproduktion eingeschränkt. Es ist teilweise mit einem erhöhten Gründungsaufwand zu rechnen.
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Gebäude:
Das Gebäude ist in einer nachhaltigen und ökologischen Holzbauweise mit Raumachsen von ca. 4 m geplant. Deckenkonstruktionen mit größeren Spannweiten werden mittels Unterzügen verstärkt, um eine stützenfreie Nutzbarkeit zu ermöglichen. Dadurch soll eine wirtschaftliche Konstruktion mit hohem Vorfertigungsgrad erreicht werden. Zur Durchführung der Maßnahme ist deshalb Holzbaukompetenz zwingend erforderlich. Dies ist durch den Bewerber nachzuweisen.
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Energieeffizienz:
Bei der Planung wird den Belangen der Energieeinsparung, der Ressourcenschonung und der Nachhaltigkeit ein großer Stellenwert beigemessen. Hier hat der Landkreis als Bauherr Vorbildfunktion. Als Anhaltspunkt zur Bauweise sind hier die "Leitlinien zum wirtschaftlichen Bauen 2021" der Stadt Frankfurt genannt.
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Technische Gebäudeausrüstung:
Planungskonzepte, die die Gebäudetechnik und deren Steuerungen minimieren, sind zu bevorzugen (Low-Tech zur Verringerung des Betriebs- und Wartungsaufwandes). Die Konzeption der Technischen Anlagen ist auf Grundlage der Empfehlungen des Arbeitskreises für Maschinen und Elektrotechnik (AMEV) in der aktuellsten Form zu erstellen.
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Sanitärtechnik:
Urinale sind als Trocken-Einzelurinale auszuführen.
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Wärmeversorgung und Energie:
Die Wärmeversorgung sollte auf der Basis von regenerativen Energieträgern oder Kraft-Wärmekopplung (KWK) erfolgen.
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Lüftungstechnik:
Es sind grundsätzlich Passivhaus-Komponenten einzusetzen (Lüftung mit Wärmerückgewinnung). Aktive Kühltechnik ist grundsätzlich zu vermeiden. Wenn Kühlung erforderlich ist, sind zunächst die Möglichkeiten der nächtlichen freien Kühlung, adiabatischen Kühlung und sorptionsgestützten Klimatisierung auszuschöpfen. Eine möglichst natürliche Belüftung und Belichtung der Räume ist anzustreben. In Räumen, in denen mit temperaturempfindlichen Modellmassen gearbeitet wird darf die Raumtemperatur 25° Celsius nicht überschreiten.
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Elektrotechnik:
Beim Neubau ist die durch Photovoltaik größtmöglich erreichbare Stromerzeugungsleistung zu installieren.
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Bauabschnitte:
Die förderfähige Hauptnutzfläche des zur Realisierung geplanten Gebäudes (Bauabschnitt I) beträgt nach abstrakten Raumprogramm 3.500 m². Eine spätere Erweiterung der Studioräume um ca. 1.200,00 m² HNF (Bauabschnitt II) ist geplant, um Seminarräume für einen neu zu schaffenden Studiengang Industriedesign zu errichten.
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Kosten:
Die, aufgrund der derzeit gültigen Kostenrichtwerte für Schulgebäude, vom Auslober geschätzten Kosten für den Bauabschnitt I belaufen sich bei den KGR 300 auf ca. 7.300.000,00 EUR und KGR 400 auf ca. 4.000.000,00 EUR netto. Die Kosten wurden im Rahmen einer groben Kostenschätzung ermittelt und stellen nur einen Anhaltswert zum Versendezeitpunkt dar. In der Planung und Ausführung ist ein hohes Maß an Kosten- und Terminsicherheit zu gewährleisten.
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Auftragsgegenstand:
Gegenstand des Auftrags sind die im Leistungsbild Tragwerksplanung unter §49 HOAI Absatz (1) genannte statische Fachplanung mit den in der Anlage 14 Nummer 14.1 beschriebenen Grundleistungen im Leistungsbild Tragwerksplanung, für die Leistungsphasen 1 bis 6. Die Auftragserteilung erfolgt derzeit nur für den Bauabschnitt I.
Eine stufenweise Beauftragung ist vorgesehen. Stufe 1: LPH 1 bis 3, Stufe 2: LPH 4, Stufe 3: LPH 5 bis 6, Stufe 4: Bes. Leistungen LPH 8. Das Bauvorhaben ist nach §52 mit in der Anlage 14.2 aufgeführten Objektliste nach HOAI 2021 einzuordnen. Weiterhin werden Besondere Leistungen nach §51 (5) in Verbindung mit Anlage 14 Nummer 14.1 vergeben.
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Geplante Zeitschiene:
Die LPH 1-3 beginnt im Juli 2021 und ist bis August 2022 abzuschließen. Die Gesamtbauzeit wird sich auf ca. 2 Jahre belaufen. Der Baubeginn ist im Mai 2023 geplant. Das Gebäude soll bis August 2025 fertiggestellt und an den Nutzer übergeben werden.
In Planung und Ausführung ist ein hohes Maß an Kosten und Terminsicherheit zu gewährleisten.