Entwicklung des Portals für das digitale Gesundheitsnetzwerk der AOK (DiGeN-Portal).
Das digitale Gesundheitsnetzwerk der AOK (DiGeN) soll durch die Vernetzung zwischen Leistungserbringern sowie durch die direkte Anbindung und Einbeziehung der Versicherten einen hohen Mehrwert für alle Beteiligten erzeugen. Gesucht wird in diesem Verhandlungsverfahren ein Dienstleister für die Entwicklung des Portals für das digitale „Gesundheitsnetzwerk“ der AOK (DiGeN-Portal). Durch gesonderten Vertrag beauftragt wird der zentrale Betreiber (Betreiber zentrale Komponenten) – neben der Entwicklung des DiGeN-Portals werden folgende Leistungen in weiteren Ausschreibungen ausgeschrieben:
— Entwicklung zentraler und dezentraler Komponenten (s. Bekanntmachung (Auftragsbekanntmachung erfolgte unter ABl. EU 2018/S 204-465537),
— Entwicklung spezifischer Portalfunktionen: 3-Partner-Modell, Entwicklung von Portal-Anwendungen- und Ansichten für Versicherte der AOK; Umsetzung der User Journeys,
— Betrieb Dezentrale Komponenten: 2-Partner-Modell, Hosting und Betrieb von dezentralen Systemen/Komponenten,
— Externe Begleitung: beratende Begleitung des Gesamtprojekts.
Durch diese Ausschreibung soll ein neues, technisch eigenständiges Versicherten-Portal geschaffen werden, welches dem Versicherten ermöglicht, insbesondere auf beschriebenen Kernanwendungen über ein Frontend zugreifen zu können und die dahinterstehenden Daten zu verwalten. Neben den Kernanwendungen soll auch die Verwaltung von Krankenkassen-Daten möglich sein, und wesentliche Teile der User Journeys abgebildet werden. Das DiGeN-Portal muss sich in die bereits bestehende AOK-Portallandschaft hinsichtlich Erreichbarkeit, Darstellung und Bedienbarkeit einfügen. Die AOK-Gemeinschaft strebt zukünftig eine one-stop-Strategie mit ihrem Portalangebot an. Das DiGeN-Portal bezieht, u. a. Content über Schnittstellen aus den bestehenden AOK-Portalen; es ist zu beachten, dass der Content in unterschiedlichen regionalen Ausprägungen existiert und über verschieden Wege bereitgestellt werden kann. Die Webapplikation muss so entwickelt werden, dass idealerweise die Anwender sowohl über ein Webportal als auch über mobile Apps die Funktionalität nutzen können. Um eine einrichtungs- und sektorenübergreifende Vernetzung über DiGeN zu ermöglichen, ist die Einsicht und Verwaltung der Gesundheits- und Krankheitsinformationen des Versicherten auch seitens der Leistungserbringer (LE) maßgebend. Dieser Zugriff soll hauptsächlich aus deren Primärsystemen heraus erfolgen. Mit einem Portal für Leistungserbringer (LE-Portal) soll für diese eine weitere Möglichkeit geschaffen werden, an DiGeN teilzunehmen, auch wenn die vom LE verwendete Software keine Schnittstelle zur Integration der DiGeN-Anwendungen anbietet, hierfür ist durch den Auftragnehmer eine Webanwendung zu entwickeln, auf die der LE über eine Plug-in-Lösung in seinem Informationssystem, eine mit Login erreichbare Webseite oder eine mobile App zugreifen kann. Zukünftig, wenn die rechtlichen und technischen Rahmenbedingungen geschaffen wurden, sollen die Welten des digitalen Gesundheitsnetzwerks und die AOK-Portalwelten technisch stärker verbunden werden, deshalb muss der Auftragnehmer seine Architektur mit den Auftraggeberinnen vertreten durch den AOK-Bundesverband abstimmen. Vorgaben der Auftraggeberinnen zu Design, Usability etc. sind einzuhalten. Für die Umsetzung des DiGeN-Portals wird von Seiten der Auftraggeber keine Technologie vorgegeben. Durch die Auftraggeberinnen können die Lizenzen für die Nutzung von SAP Hybris Commerce als auch SAP Hybris Marketing dem Auftragnehmer zur Entwicklung beigestellt werden, sofern der Auftragnehmer dies als technische Basis nutzen möchte. Der Auftragnehmer kann im Rahmen seines Angebots auch mit einer kompatiblen, gleichwertigen oder besseren Alternative ohne Zusatzkosten für die AOK ein Angebot einreichen. Für die Umsetzung von mobilen Apps sollte die gleiche technische Basis zur Implementierung der Webapplikationen genutzt werden um doppelte Aufwände zu vermeiden.