Der Landkreis Calw plant eine neue Straßenmeisterei mit Zentralwerkstatt im nördlichen Landkreis und eine reine Straßenmeisterei im südlichen Landkreis. Der Neubau der Straßenmeistereien soll die bisherigen Straßenmeisterein, die über 40 Jahre alt sind, ablösen.
Für ersteres hat der Landkreis im Interkommunalen Gewerbegebiet Würzbacher Kreuz ein Grundstück erworben.
Auf Grundlage des Raum- und Flächenprogramms wurde eine Machbarkeitsstudie durchgeführt, die in diesem Verfahren beiliegt. Das Raumprogramm ist als separate Anlage beigefügt.
Im südlichen Landkreis wird derzeit eine Standortanalyse zur Gewinnung eines Standortes erstellt, was sich derzeit als sehr schwierig erweist.
Grundstückssituation:
Das erworbene Grundstück hat eine Größe von ca. 18.500 qm und liegt am Rande des Gewerbegebiets Würzbacher Kreuz. Das Gewerbegebiet liegt oberhalb, etwas abgesetzt, der Gemeinde Oberreichenbach und ist bereits teilweise bebaut. Grundzüge der Planung, insbesondere der beiliegenden Machbarkeitsstudie sind bereits mit der Genehmigungsbehörde der Stadt Calw besprochen. Die Ergebnisse werden im Auftragsfalle zur Verfügung gestellt.
Pläne der Machbarkeitsstudie liegen als Anlage bei.
Erschließung:
Die Grundstückserschließung mit Wasser / Strom / Abwasser / Telekommunikation ist gesichert und im Bestand vorhanden. Anpassungen im Grundstück sind notwendig.
Altlasten:
Für den Geltungsbereich liegen keine Altlasten vor.
Verkehrserschließung:
Die Verkehrserschließung ist über die Erschließung des Gewerbegebietes gegeben. Zusätzlich ist eine weitere verkehrliche Anbindung als Betriebszufahrt und -abfahrt nach Westen auf die Landesstraße zu schaffen. Die Grundsatzfragen hierfür sind geklärt und die notwendigen Gestattungen und die verkehrsrechtliche Genehmigung der Höheren Straßenbaubehörde liegen vor.
Gebäudestruktur:
Beabsichtigt ist in den Grundzügen eine sog. „Einhauslösung“ mit entsprechendem Umfeld mit dem Ziel die organisatorischen Abläufe optimal zu gestalten und gleichzeitig die Flächen und Baukörper optimal zueinander zu platzieren und auszunutzen. Für das Gesamtprojekt ist eine Energiekonzeption zu erarbeiten, welche ökologische und ökonomische Anforderungen optimal vereint. Insbesondere ist die Regenwasser- und Grauwassernutzung zu betrachten und einzuplanen (Zisterne).
Verwendete Materialien müssen langlebig sein und fügen das gesamte Projekt gestalterisch ansprechend in die Umgebung ein.
Die leichte Hanglage ist planerisch bezüglich der Baukosten und landschaftlichen Einbindung zu optimieren.
Die Außenanlagen erfüllen die baurechtlichen Anforderungen und sind hinsichtlich des Flächenverbrauchs, Wirtschaftlichkeit, der Materialität und der Gestaltung ein sinnvoller Kompromiss.
Bauseits wird ein Brandschutzkonzept erstellt, das auf der zu erstellenden Planung beruht und mit der Genehmigungsplanung bei der Baurechtbehörde eingereicht wird. Der Bauantrag hat dies zu berücksichtigen.
Voraussichtlicher Kostenrahmen:
— Straßenmeisterei Calw: 8,5 Mio. EUR brutto (KG 200-700);
— Straßenmeisterei Süd: 7,5 Mio. EUR brutto (KG 200-700).
Voraussichtliche Terminschiene:
— Straßenmeisterei Calw:
Beginn der Planung: Januar / Februar 2021 Bauausführung: Direkt nach der Vergabe und bis Ende 2022 – Straßenmeisterei Süd:
Da für die Straßenmeisterei Süd bislang noch kein Grundstück zur Verfügung steht,
Ist die Planungs- sowie Ausführungszeit noch unklar.
Aktueller Planungsstand:
Vom Ingenieurbüro Schweizer aus Blumberg wurde für die Straßenmeisterei Calw eine Machbarkeitsstudie erstellt. Diese liegt in Form von Plänen den Vergabeunterlagen bei.
Gebäudeplanung gemäß § 34 HOAI 2013, Leistungsphasen 1-9,
Tragwerksplanung gemäß § 51 HOAI 2013, Leistungsphasen 1-6 + besondere Leistungen.
Der erfolgreiche Bieter wird mit den vorgenannten Planungsleistungen für die Straßenmeisterei Calw beauftragt.
Die Beauftragung der Leistungsphasen erfolgt stufenweise. Der Auftraggeber ist in seiner Entscheidung über eine Weiterbeauftragung frei; ein Anspruch auf Übertragung weiterer Leistungen besteht nicht.
Im Leistungsumfang sind alle Planungsleistungen und alle erforderlichen Nebenleistungen, die zur sachgerechten und vollständigen Ausführung der Planung gehören bzw. erforderlich sind.
Optionale Leistungen:
Der Auftraggeber beabsichtigt die Gebäudeplanung sowie die Tragwerksplanung für den späteren Neubau der Straßenmeisterei Süd ebenfalls an den erfolgreichen Bieter des Verfahrens zu vergeben.