Das Klinikum plant die Einführung eines neuen Patienten-Infotainment-Systems auf Basis eines Konzessionsmodels. Der Konzessionspartner (Bieter) muss die komplette Hard- und Software-Ausstattung inkl. der Montage und Inbetriebnahme sowie die fortlaufenden Service- und Lizenz-kosten finanzieren. Im Gegenzug erhält der Konzessionspartner die aus dem kostenpflichtigen Patienten-Entertainments generierten Einnahmen.
Die München Klinik gGmbH ist ein modernes Krankenhaus mit hohen Qualitätsansprüchen an sich selbst. Die omnipräsenten Herausforderungen im Gesundheitssektor, wie z. B. Pflegemangel, älterwerdende Patienten, höhere Behandlungskosten, etc., betreffen auch München Klinik gGmbH . Um dennoch langfristig eine hochwertige Patientenversorgung gewährleisten zu können, möchte das Klinikum sich für die Zukunft aufstellen. Hierzu sollen die Prozesse im Klinikum digitalisiert und effizienter gestaltet werden.
Ein Teilbereich des Vorhabens stellt auch die Digitalisierung der Prozesse und Services am Point of Care dar. Dies betrifft insbesondere die direkte Versorgung am Patientenbett und die Kommunikation mit dem Patienten selbst. Der "moderne" Patient möchte gerne in seine Behandlung aktiv mit eingebunden werden und stets über die nächsten Schritte informiert bleiben. Daher setzt die Klinik als wichtigen Erfolgsfaktor für die Digitalisierung auf das Patienten-Engagement. Durch die Einbeziehung des Patienten in den Klinikalltag werden nicht nur die Patienten besser informiert, sondern auch langfristig die Pflegemitarbeiter entlastet. Somit hat die Pflege zukünftig mehr Zeit für die individuelle und bedarfsgerechte Patientenbetreuung zur Verfügung.
Aus diesem Grund möchte die München Klinik gGmbH ein neues Patienten-Infotainment-System einführen, mit dem sie die Digitalisierung am Point of Care umsetzen kann. Dabei plant der AG neben den klassischen und heute gängigen Entertainment-Diensten (z.B. TV, Radio, Internet, E-Magazine, Video on Demand etc.) explizit durch die Bereitstellung von individuellen klinischen Informationen für Patienten sowie mittels der Integration von existenten und neuen klinischen Systemen (z.B. Menübestellung, Anamnese, Service Call, Therapie-Videos etc.) den Point of Care zu digitalisieren. Deshalb muss die Lösung offene und international anerkannte Standardschnittstellen (FHIR, HL7, REST-API, PubSub, HTML5 etc.) unterstützen, um mit weiteren Drittanbietern kommunizieren zu können. Insbesondere muss eine Integration von bestehenden Solution-Providern wie XY, YZ, ABC, ermöglicht werden.
Es geht also darum, im Dialog - gegebenenfalls in mehreren Phasen - zu einer bestmöglichen Lösung zu kommen, die bei der Bekanntmachung jedenfalls noch nicht im Detail vorhanden bzw. bekannt war, insbesondere die bedarfsgerechten Geräte, deren Ausstattung und der Einbringungszeitpunkt (in Abhängig der Fertigstellung der Bauprojekte der MüK). Kernherausforderung des Projekts wird voraussichtlich sein, die Ausstattung von Neubauten (mit modernster aktuelles Technik) und die Aktualisierung der Bestandstechnik auf modernste aktuelle Technik der Altbauten der MüK in einem Projekt zu vereinen.
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