Die Stadt Freiberg beabsichtigt im Stadtteil Zug sowohl ein neues Ortsteilzentrum zu entwickeln als auch der Freiwilligen Feuerwehr Zug ein neues Gebäude zur Verfügung zu stellen.
Das dafür vorgesehene Grundstück 110/2 befindet sich im Stadtteil Zug südlich der Kernstadt Freiberg. Das Grundstück umfasst eine Fläche von 3 694 m
Der ehemalige Schulkomplex soll zu einem lebendigen Ortsteilzentrum entwickelt werden. Verschiedene Nutzer wie Freiwillige Feuerwehr, Ortschaftsrat Zug, Jugendclub sowie verschiedene Vereine werden im alten Schulgebäude integriert und erhalten individuelle Bereiche in den verschiedenen Etagen. Es ist beabsichtigt, einen großen Gemeinschaftsraum für alle Nutzer zu schaffen. In jeder Etage soll ein Sanitärbereich vorgesehen werden. Entsprechend einer Variantenuntersuchung soll die alte Schule bestehen bleiben und umgebaut/saniert werden. Der neuere Anbau soll abgebrochen werden. An dieser Stelle soll die Fahrzeughalle der Feuerwehrentstehen. Unter Beachtung brandschutztechnischer Belange und der genannten Nutzungsbereiche ist ein neues Erschließungskonzept zu entwickeln.
Der Gebäudekomplex ist erschlossen und verfügt über Anschlüsse an Ver- und Entsorgungsleitungen (Strom,Trinkwasser, Abwasser, Gas aus öffentlicher Versorgung).
Das Bestandsgrün im Außenbereich soll erhalten bleiben, ggf. sollen weitere Pflanzungen erfolgen. Die Freianlagen inklusive der notwendigen Stellplatzflächen werden entsprechend der Gebäudenutzungen neu angelegt. Auf dem Grundstück befindet sich ein Kulturdenkmal in Form einer Bergbauhalde.
Es ist beabsichtigt, eine öffentliche Zuwendung für die Sanierung des Bestandsgebäudes aus dem Förderprogramm Ländliche Entwicklung – RL LE/2014 sowie für den Nutzungsbereich der Ortsfeuerwehr eine Zuwendung der Richtlinie Feuerwehrförderung – RLFw zu nutzen.
Die Umbau-, Sanierungs- und Neubaukosten werden auf 2,0 Mio. EUR (KG 300 + 400 brutto) geschätzt.
Der Auftraggeber beabsichtigt folgende Planungsleistungen zu vergeben: Objektplanung Gebäude gem. HOAI§34, LPH 1-9 für die Planung „Neue Mitte Zug“ in Freiberg.
Es ist vorgesehen, folgende besondere Leistungen zu vergeben:
— Prüfen und Werten von Nebenangeboten,
— Prüfen und Werten von bauwirtschaftlich begründeten Nachtragsangeboten,
— Anzeigen von Mängeln und Überwachen von Mangelbeseitigung innerhalb der Gewährleistungsfrist bei den Gewerken, bei denen der AN die Ausführung überwacht hat,
— Beratungsleistungen im Zusammenhang mit der Gewährung von Fördermitteln (Mitwirken bei der Erstellung von Fördermittelanträgen, Abstimmen mit Fördermittelgebern, Mitwirken bei der Erstellung des Verwendungsnachweises von Fördermitteln, Erstellen und Überwachen von differenzierten Kostenplänen),
— Beratungsleistungen Bauphysik (Grundleistungen gemäß Punkt 1.2 Anlage 1 HOAI 2013 einschl. notwendiger Bestandsaufnahmen, Wärmeschutz und Energiebilanzierung, Bauakustik/Schallschutz, Raumakustik).
Die Beauftragung erfolgt stufenweise unterteilt nach einzelnen Leistungsphasen. Vorgesehen ist zunächst die Beauftragung der Leistungsphasen 1-4. Ein Rechtsanspruch auf die Übertragung aller vorgesehenen Leistungsphasen besteht nicht. Ebenso besteht kein Rechtsanspruch auf Weiterbeauftragung nach Erbringungerster Leistungsphasen.