Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) beabsichtigt, einen Wettbewerb mit dem Arbeitstitel „Zukunft einer nachhaltigen Mobilität für mehr Umwelt- und Klimaschutz im Verkehr“ durchzuführen und (nach derzeitigem Stand) fünf der zum Thema eingereichten Projekte zu prämieren und die Umzusetzung zu fördern.
Ziel der Leistung, die durch diese Ausschreibung abgefragt wird, ist die Beauftragung eines „Wettbewerbsbüros“, das bei der konzeptionellen Vorbereitung und Umsetzung der Wettbewerbsphase unterstützt.
Der Verkehr sieht sich unterschiedlichen Entwicklungen ausgesetzt: Zuzug in Ballungsräume und gleichzeitig in manchen Regionen Abwanderung aus dem ländlichen Raum, technologische Entwicklungen verschiedenster Art (Antriebstechnik, Buchungssysteme, Logistik, Digitalisierung, automatisiertes Fahren etc.), stärkere Stadt-Umland-Verflechtungen u. a. mit steigenden Pendelverkehren sowie der demographische Wandel mit der Veränderung der Altersstruktur. Diese Entwicklungen haben das Potential, den Verkehr und die Mobilität in Stadt und Land erheblich zu verändern bzw. erfordern Anpassungen der bestehenden Verkehrssysteme. Die Chance besteht, diese Veränderungen für eine umwelt- und sozialverträgliche Mobilität und zugleich mehr Lebensqualität zu nutzen.
Kommunale Akteure können auf diese Entwicklungen reagieren oder proaktiv damit umgehen und die Entwicklungen und damit die Zukunft aktiv gestalten. Allerdings fehlen in vielen Kommunen abseits konkreter, aus der heutigen Perspektive gedachter Verkehrsplanungen für die kommenden zehn bis fünfzehn Jahre langfristige, über diesen Zeitraum hinausgehende Überlegungen (Zielbilder), die eine mögliche und gewünschte Mobilität darstellen und zurückblickend die notwendigen Schritte zur Umsetzung beschreiben. Solche Ansätze kommen meist schon allein deshalb nicht zum Tragen, weil insbesondere in den kommunalen Verwaltungen die personellen und zeitlichen Kapazitäten und häufig auch die fachliche Kompetenz für solche (partizipativ angelegten) Prozesse fehlen und private Akteure diese Lücke nicht füllen (können).
Vor diesem Hintergrund beabsichtigt das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) einen Wettbewerb mit dem Arbeitstitel „Zukunft einer nachhaltigen Mobilität für mehr Umwelt- und Klimaschutz im Verkehr“ durchzuführen, in dessen Anschluss nach derzeitigem Stand fünf ausgewählte Wettbewerbsbeiträge umgesetzt werden sollen.
Ziel der Leistung, die durch diese Ausschreibung abgefragt wird, ist die Beauftragung eines „Wettbewerbsbüros“, das die Vorbereitung des Wettbewerbs übernimmt und das BMU bei der Durchführung des Wettbewerbs unterstützt. In der Steuerung aller Phasen des Wettbewerbs wird das BMU von der Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH vertreten.
AP 1 umfasst im Wesentlichen die Konzeption des Wettbewerbs, einschließlich der Entwicklung eines Internetauftritts und der Erstellung eines Teilnahmebogens. Zudem sind die Vorbereitung einer öffentlichkeitswirksamen Bekanntmachung des Wettbewerbs und schließlich die Entwicklung eines Bewertungskonzeptes der Wettbewerbsbeiträge vorgesehen.
Im AP 2 wird das Wettbewerbskonzept umgesetzt bzw. der Wettbewerb begleitend und steuernd durchgeführt.Hierzu gehört auch die Bearbeitung von Rückfragen von Wettbewerbsteilnehmern, der interessierten Öffentlichkeit sowie ggf. der Presse. Nach Ablauf der Einreichungsfrist der Wettbewerbsbeiträge werden diese im Rahmen des in AP 1 entwickelten Bewertungskonzeptes aufbereitet und durch eine externe Jury bewertet. Optional wird eine kursorische Vorprüfung erwartet, falls die Zahl der eingereichten Wettbewerbsbeiträge die zunächst Zahl 80 übersteigt.
Im AP 3 wird nach Abschluss der Bewertung der Wettbewerbsbeiträge eine öffentlichkeitswirksame eintägige Abschlussveranstaltung zur Prämierung der Wettbewerbsgewinner/innen und zur Würdigung aller Wettbewerbsteilnehmenden durchgeführt. Außerdem wird der Internetauftritt des Wettbewerbs um die Preisträger und eine vom AN erstellte, aufbereitete, strukturierte Übersicht aller Beiträge aktualisiert, sowie eine Broschüre mit einer öffentlichkeitswirksamen Darstellung der Wettbewerbsbeiträge erstellt.