Die Leistungen des Auftragnehmers umfassen die baustatische Prüfung der Tragwerksplanung eines Hochbaus (statische Berechnung, Konstruktionszeichnungen, Erdbebensicherung in Erdbebenzone 1) nach LVO, die Überprüfung sonstiger Leistungen wie des Gründungsverbaus, sowie die Bauüberwachung in statisch-konstruktiver Hinsicht.
Das Land Rheinland-Pfalz plant die Errichtung eines neuen Polizeipräsidiums in der Innenstadt von Ludwigshafen / Rhein. Aufgrund der städtebaulich exponierten Lage und der gewünschten hohen gestalterischen Qualität, welche gleichzeitig die Unterbringung auf engem Grundstück mit hohen sicherheitstechnischen Anforderungen an ein modernes Polizeipräsidium berücksichtigen muss, wurde ein nichtoffener Realisierungswettbewerb ausgelobt.
Das Grundstück an der Heinigstraße hat eine Fläche von ca. 4 360 qm. Es liegt an einer mehrspurigen Hauptverkehrsachse, in direkter Nähe befindet sich die Hochstraße, welche die Städte Ludwigshafen und Mannheim verbindet. An zwei Seiten ist das Grundstück von mehrgeschossiger Wohnbebauung umgeben. Flächen für die Baustelleneinrichtung und Anlieferug nur sind nur in einem sehr geringen Maß verfügbar.
Der Neubau wird eine Fläche von ca. 10 500 qm NUF 1-6 besitzen. Die Planungen sehen ein Gebäude mit drei Tiefgeschossen vor. Die Baugrubensohle befindet sich rund 15 m unter GOK, der Grundwasserspiegel erfordert eine dauerhafte Wasserhaltung in der Baugrube. Der Verbau soll als Schlitzwand erfolgen. Um die Grundstücksgröße optimal ausnutzen zu können stellt der Verbau gleichzeitig eine verlorene Schalung für die UG-Wände dar. Rückwärtige Verankerungen verbleiben ebenfalls im Boden. Da der Baugrund teilweise Kontaminationen > Z2 nach LAGA aufweist, nimmt die Baugrubenerstellung einen längeren Zeitraum in Anspruch.
Der Hochbau selbst besteht aus 2 Gebäudenteilen. Der niedrigere Teil besitzt mit acht Geschossen eine Höhe von rund 28,75 m, der hohe Teil hat eine Höhe von rund 44,15 m mit 12 Geschossen. Die zwei Baukörper sind verschoben zueinander angeordnet.
Der Auftrag umfasst die Prüfung der Tagwerksplanung, sowie der Bauausführung (Bewehrungsabnahme) des Neubaus.
Die geschäztzen Gesamtkosten betragen ca. 92,5 Mio. EUR.