Generalplanerleistungen für die denkmalgerechte Sanierung und Ertüchtigung der Lehrwerkstatt (Hochhaus) als Bestandteil des Erlebnispfades der begehbaren Großskulptur Kokerei Hansa in Dortmund.
Die unter Denkmalschutz stehende Kokerei Hansa in Dortmund wurde im Rahmen eines Kokereineubau- und Rationalisierungsprogrammes der Vereinigten Stahlwerke AG als eine der ersten Großkokereien ab 1927/28 errichtet. Sie ist heute die letzte nahezu vollständig erhaltene Kokerei dieser Zeit. Das Industriedenkmal befindet sich seit 1997 im Eigentum der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur, die den Standort
sukzessive baulich sichert und das hochrangige Denkmal im Rahmen von Veranstaltungen und Führungen auf dem Besucherpfad "Natur und Technik" für die Öffentlichkeit zugänglich macht. Die Kokerei Hansa ist ein Ankerpunkt auf der vom Regionalverband Ruhr getragenen Route der Industriekultur und der Route Industrienatur und ein Standort des Emscherlandschaftsparks.
Die Lehrwerkstatt wurde 1928 als Benzolfabrik im Norden der Kokerei Hansa erbaut und bildet einen markanten Hochpunkt. Sie ist ein hochrechteckiger, fünfgeschossiger, verklinkerter Baukörper mit flach geneigtem Dach.
Ziel ist es, die Lehrwerkstatt so instand zu setzen, dass ihr historischer Erzählwert erhalten bleibt und das Gebäude dennoch auf aktuelle Bedürfnisse ertüchtigt wird. Das Gebäude bringt bereits funktioniere Grundrisse und Raumanordnungen mit, die problemlos für mögliche Büro-, Veranstaltungs- oder Ausstellungsräumlichkeiten umfunktioniert und in neue Konzepte integriert werden können. Grundrissveränderungen dürfen unter Einhaltung der
vorgenannten Punkte vorgenommen werden, jedoch keine tiefgreifenden Veränderungen auslösen. In der Lehrwerkstatt soll ein flexibel nutzbares Kreativzentrum für Arbeiten, Ausstellungen und Veranstaltungen entstehen. Wie dies im Zusammenspiel der einzelnen unterschiedlich gestalteten Etagen auszugestalten ist, obliegt dem Entwurfsverfasser.