Erstellung einer Machbarkeitsstudie bzgl. der Bundesstraße B471neu als Autobahnparallele zur BAB 99 Ost, mit Schwerpunkt Objektplanung
Verkehrsanlagen, gem. § 45 ff HOAI 2021, Landschafts- und Umweltplanung, gem. § 22 ff HOAI 2021, und Objektplanung Ingenieurbauwerke,
gem. § 41 ff HOAI, 2021
Der Landkreis München, vertreten durch das Landratsamt München, beabsichtigt, eine Machbarkeitsstudie für eine Entlastungsstraße der B471
durchführen zu lassen als Autobahnparallele zur BAB 99 Ost zwischen den Anschlussstellen Nr. 14 Aschheim/Ismaning und Nr. 20 Ottobrunn.
Ziel ist es, überörtliche Verkehre und Verdrängungsverkehre der BAB zu bündeln und die Anbindung der Messestadt-Riem aus dem Osten zu
verbessern. Die Gemeinden Aschheim, Feldkirchen, Grasbrunn, Haar, Kirchheim b. München, Putzbrunn, Unterföhring und Vaterstetten waren
bei der Auslobung der Machbarkeitsstudie eingebunden. Ein Lastenheft steht bereits in der 1. Stufe (TNW) mit den zu erbringenden Leistungen
zur Verfügung. Grundlegende Unterlagen wurden bereits zusammengestellt und erste Planungskorridore festgelegt. Diese Unterlagen
(Anlagen zum Lastenheft) werden in der 2. Stufe des Verfahrens den Teilnehmern, die zur Angebotsabgabe aufgefordert werden, zur Verfügung gestellt und dienen als Grundlage, erheben aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Gegenstand des Auftrags sind Leistungen zur Erstellung einer Machbarkeitsstudie mit Schwerpunkt in den Bereichen Objektplanung
Verkehrsanlagen, gem. § 45 ff HOAI 2021, Landschafts- und Umweltplanung, gem. § 22 ff HOAI 2021, und Objektplanung Ingenieurbauwerke,
gem. § 41 ff HOAI, 2021.
Ziel der Studie ist es, den Bedarf und die Realisierbarkeit der Autobahnparallelen B471neu und der Anbindung der Messestadt Riem aus dem
Osten zu klären. Die Verbindungsfunktion und Straßenkategorie ist festzulegen, Trassenvarianten und deren techn. Realisierbarkeit sind zu
untersuchen, sowie deren raumstrukturelle (also städtebaul., infrastrukt. und verkehrswirtschaftl.) Auswirkungen und die ökolog. Auswirkungen
(unter Berücksichtigung d. ÖPNV) sollen ergebnisoffen untersucht und bewertet werden. Die Kosten der unterschiedl. Trassenvarianten
(Baukosten, Grunderwerb) sind abzuschätzen. Die Baulast ist zu klären.
3 Informationsveranstaltungen für die Öffentlichkeit sind Teil der Beauftragung.
Erforderliche Verkehrsuntersuchungen zur Klärung der Auswirkungen auf das übrige Straßennetz, sowie der Prognose-Nullfall 2035 inkl.
Beschreibung werden vom AG zur Verfügung gestellt werden. Derzeit werden hierfür Verkehrsberechnungen/-gutachten durchgeführt.
Der 8-streifige Ausbau der BAB 99 zwi. Aschheim u. Ottobrunn soll als vorhanden vorausgesetzt werden.
Weitere Planungsdaten (geplante Straßen, Anlagen Öff. Nah- u. Fernverkehr, städtebaul. Entwicklungen) sind durch den AN bei Behörden,
Kommunen, Spartenträgern einzuholen.
Die bisherige B471 soll zur Kreisstraße abgestuft werden u. vorrangig den Rad-, Bus- u. Anliegerverkehr aufnehmen. Ihre künftige Funktion ist
anhand von Verkehrsprognosen, auch bzgl. Straßenkategorie u. Entwurfsklassen, einzuschätzen.
Im Lastenheft ist eine Vorgehensweise in 5 Stufen definiert. Am Ende jeder Stufe sollen die Ergebnisse schriftlich dem AG übergeben, wesentl.
Erkenntnisse präsentiert und das weitere Vorgehen abgestimmt werden.
-Stufe 1: Raumuntersuchung
-Stufe 2: Entwicklung und Untersuchung von Trassenvarianten
-Stufe 3: Verkehrliche und verkehrswirtschaftliche Untersuchung
-Stufe 4: Bewertung und Vergleich der Trassenvarianten
-Stufe 5: Planungsempfehlung
Die Büros, die Untersuchungen im Vorfeld durchgeführt haben, gelten als vorbefasster Bewerber. Sollte der Fall eintreten, dass sich eines der
vorbefassten Büros bewerben und zur Vergabeverhandlung eingeladen werden sollte, so werden die Unterlagen vom AG allen Teilnehmern der
Vergabeverhandlung zur Verfügung gestellt, um alle Bieter auf denselben Informationsstand zubringen. Auch ohne Teilnahme der vorbefassten
Büros, werden die Unterlagen den Bietern bestmöglich zur Verfügung gestellt.
Zeitschiene:
Die Vergabeverhandlung findet voraussichtlich 10/2022 statt. Die Auftragsvergabe u. der unmittelbar darauffolgende Projektstart ist für 01/2023
vorgesehen. Die Fertigstellung der Machbarkeitsstudie soll Ende 2024 erfolgen.