In Neubulach plant der Landkreis Calw den Neubau des „Feuerwehrzentrums Landkreis Calw“. Hier soll neben verschiedenen Sonderfahrzeugen für die Erledigung kreisweiter Einsatzaufgaben auch das Sondereinsatzmittel- und Pandemielager des Landkreises Calw sowie Lagerflächen für Flächenschadenslagen und andere hoheitliche Aufgaben integriert werden.
Das Gebäude ist in mehrere Einheiten untergliedert und umfasst folgende Bereiche:
1. Feuerwehrhaus – generelle Planungsgrundlagen nach DIN 14092-1,
2. Sondereinsatzmittellager,
3. Katastrophenschutzlager,
4. Zentrale Feuerwehrwerkstätten nach DIN 14092-7,
5. Atemschutzausbildungszentrum nach DIN 14093,
6. Stabsbereich/ technische Einsatzleitung.
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Um den Umfang der Technischen Einrichtungen erfassen zu können wurde zu Beginn der Planung ein Vorentwurf für die Bereiche Heizung, Lüftung, Sanitär und Elektrotechnik durchgeführt.
Da der geplante Neubau als Katastrophenschutzzentrale fungiert, ist sowohl eine Notstromversorgung über eine Netzersatzanlage als auch eine Einspeisestelle erforderlich. Es ist eine Antennenanlage für die Funk- und Fernmeldetechnik zu errichten.
Ebenso gilt es bei der Planung eine redundante Heizung zu konzipieren. Es ist eine Fernwärmeleitung zur benachbarten kreiseigenen Biogas-Vergärungsanlage herzustellen, bei welcher das Feuerwehrzentrum als einziger Abnehmer auftritt. Die Redundanz bei Wartungsarbeiten und sonstigen Ausfällen der Biogas-Vergärungsanlage soll durch eine Gasheizung mit einem Flüssiggastank sichergestellt werden.
Für die Atemschutzübungsanlage muss eine Not-Entlüftung (mindestens 30-fachen Luftwechsel) im Übungsraum und im Zielraum gewährleistet sein. Zudem ist die Lüftungsanlage hinsichtlich der Ausbreitung von Abgasen in der Fahrzeughalle, sowie im Bereich der Nachtrocknung in der Schlauchpflege (Werkstattbereich) zu dimensionieren. Des Weiteren sind Arbeitsplätze, an denen die Gefahr der Inkorporation besteht, mechanisch zu entlüften.
Eine weitere Besonderheit ist eine Grauwassernutzung für den Werkstattbereich, sowie ein Überlauf von dieser in einen anzulegenden Löschwasserteich (DIN 14210) und der Anschluss von Überflurhydranten (DIN 14384) an die Trinkwasserleitung.
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Voraussichtlicher Kostenrahmen: ca. 7,5 Mio. € netto (KG200-700).
Voraussichtlicher Terminrahmen: Mit der Planung muss unmittelbar im Anschluss an das Vergabeverfahren begonnen werden. Baubeginn ist für 2023 geplant und Fertigstellung der Maßnahme im Sommer 2024. Alle Temine vorbehaltlich der Gremiumsbeschlüsse.
Fachplanung Technische Ausrüstung gemäß § 55 HOAI 2021, Anlagengruppen 1-5+7+8, Leistungsphasen 3 - 9.
Die Beauftragung der Leistungsphasen erfolgt stufenweise. Der Auftraggeber ist in seiner Entscheidung über eine Weiterbeauftragung frei; ein Anspruch auf Übertragung weiterer Leistungen besteht nicht.