Objektplanung Freianlagen LPH 1-9
Die Schlossgärten Blankenburgs gehören in das denkmalpflegerische, touristische Landesprojekt "Gartenträume - Historische Parks in Sachsen-Anhalt". Mit über 100 Hektar Fläche ist das Gartenensemble zwischen Großem und Kleinem Schloss eines der größten und ältesten seiner Art in Sachsen-Anhalt. Dieser Park ist überregional bedeutend, erfreut sich vieler Besucher und steht unter Denkmalschutz. Eindrucksvoll ist der Terrassengarten oder auch barocke Garten, der ab 1718 angelegt wurde. Zu dieser Zeit wurde die Grafschaft Blankenburg zum Reichsfürstentum ausgebaut. Als Ausdruck höfischer Repräsentanz entstand die kleine Lustgartenanlage mit dem heutigen Kleinen Schloss. Brunnen, Sandsteinfiguren, Vasen, farbenfrohe Blumenrabatten und präzise angelegte Hecken spiegeln bis heute die barocke Grundform wider.
Mit einer rund 200 Jahre alten Allee von Esskastanien kann der Große Schlosspark aufwarten. Noch heute existieren hier die Wegeverbindungen aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Der romantische Schlossteich gehörte zum Wasserversorgungssystem der innerstädtischen Mühlen und der Springbrunnen im Terrassen-, Berg- und Fasanengarten.
Durch Pilze und Schadinsekten ist der historische Baumbestand im Schlosspark stark bedroht. Viele Bäume mussten bereits aus Gründen der Gefahrenabwehr gefällt werden. Der Klimawandel macht auch vor der bestehenden Wegstruktur nicht halt. Durch Starkregenereignisse geschädigte Wege sollen innovativ saniert werden.
Die Nachpflanzung von klimaresistenten Bäumen und Sträuchern ist im zentralen Schlosspark vorgesehen, um die Artenvielfalt im Park zu erhalten und der Klimaveränderung entgegenzuwirken. Durch Starkregenereignisse geschädigte Wege sollen saniert werden.