Gegenstand des Auftrages sind Ingenieurleistungen in den Leistungsbildern Ingenieurbauwerke und Tragwerksplanung im Zuge des Neubaus einer ca. 185,00 m langen Brücke zwischen Zechengelände und Halde in Hückelhoven. Im Programmjahr 2021 wurde die Förderung der Maßnahme "Grünvernetzung: Brückenschlag Zechengelände / Halde" beantragt. Um die Millicher Halde einerseits wieder mehr ins Bewusstsein der Menschen zu rücken und andererseits die Erreichbarkeit deutlich zu verbessern, ist eine attraktivere Anbindung zu schaffen. Eine barrierefreie Brückenverbindung für Radfahrer und Fußgänger zwischen dem alten Zechenareal und der Halde soll die Nutzbarkeit und die angestrebte Struktur Siedlung, Freizeit und Naherholung durch kurze Wege ermöglichen und verbessern.
Im Rahmen dieses VgV-Verfahrens wurden die folgenden Leistungen vergeben:
Ingenieurbauwerke:
- Grundleistungen der Leistungsphasen 3,5-9 (gem. §§ 41-44 HOAI 2021 i.V.m. Anlage 10)
- als besondere Leistung für Ingenieurbauwerke soll die örtliche Bauüberwachung in LPH8 erbracht werden
Tragwerksplanung:
- Grundleistungen der Leistungsphasen 2-6 (gem. §§ 49-52 HOAI 2021 i.V.m. Anlage 14)
- zudem für die Tragwerksplanung der Nachweis über die Erdbebensicherung in LPH 3 und eine Schwingungsberechnung in LPH 4 als besondere Leistung
Es liegen bereits Vorplanungen des Areals Sophia-Jacoba als Lageplanentwurf und ein Konzept zum Brückenschlag von Generationenpark zur Halde vor. Ziel des Verfahrens ist die Vergabe von Ingenieurleistungen für einen Brückenschlag zwischen Zechengelände und Halde. Für die einzelnen Maßnahmen/ Bauabschnitte, die umgesetzt wurden oder noch realisiert werden sollen, liegen Informationen als Anlage zu den Vergabeunterlagen vor.
Zum jetzigen Zeitpunkt wird davon ausgegangen, dass lediglich die Zustimmung von Straßen NRW einzuholen ist, da die Brücke über eine Landstraße führt.
Die Planunterlagen sowie Angaben zu Abmessungen und Kosten sind den Anlagen beigefügt.
Kosten der KG 300 in Höhe von 3.593.165 Euro (netto) sind dem Angebot zugrunde zu legen.
Mit der Planung soll unmittelbar nach Abschluss des Ingenieurvertrages begonnen werden. Der Bau des Brückenbauwerkes ist für 2024 vorgesehen. Der Durchführungszeitraum soll spätestens am 31.12.2026 enden.