Bestandteil des Support-Vertrages sind reaktive proaktive Leistungen, bspw.:
— Advisory Services Hourly,
— Problem Resolution Hours,
— Service Delivery Management Extended,
— Custom Proactive Onsite 5,
— Exchange Recovery Execution Service (ExRES) – Foundation,
— Offline Assessment Complex for SQL Server,
— Offline Assessment for Active Directory,
— Offline Assessment for Failover Cluster,
— Offline Assessment for System Center Configuration Manager,
— Offline Assessment for Windows Desktop.
Seit 2013 hat der Auftraggeber jährlich einen „Premier Supportvertrag" mit Microsoft abgeschlossen, um die betriebene Microsoft – Infrastruktur auf Schwachstellen zu prüfen (Assessment bzw. Health-Check), zu optimieren und im Störungsfall die Unterstützung des Herstellers zu erhalten sowie neben dem Support auch die vom Hersteller bereitgestellten Software-Tools zu erhalten (Laufzeit jeweils für 12 Monate). Die Tools werden mit Microsoft auf die Systeme des Auftraggebers im Kernnetz des Landes installiert (LVN), um die beauftragten Assessments durchführen zu können und in den folgenden Monaten die analysierten Probleme zu beheben sowie die fortlaufende Optimierung zu überwachen.
Dieser Support lief zum 30.11.2019 aus und musste ab 1.12.2019 verlängert werden (beabsichtigt war eine Vertragsdauer von 4 Jahren). Andernfalls bestünde ein hohes IT Betriebsrisiko (Worst Case: keine Unterstützung vom Hersteller im Fehlerfall). Der Auftraggeber bietet für die gesamte Landesverwaltung (Brandenburg) IT-Dienstleistungen an. Hierzu zählen insbesondere die zentralen Netzkomponenten sowie die Bereitstellung des Arbeitsplatzes einschließlich des Betriebssystems und anderer Software. Ein Ausfall der Nutzung des Betriebssystems, der Datenbanken und/oder der kompletten Windows – Desktop – Infrastruktur aufgrund einer Schwachstelle würde die Beschäftigten aller obersten Landesbehörden einschließlich der Staatskanzlei sowie wesentliche nachgeordnete Behörden treffen.
Im September dieses Jahres stellte Microsoft nunmehr ein neues Vertragsmodell namens „Unified Support" vor, welches sich von den ursprünglichen Leistungen des „Premier Support" erheblich unterscheidet. Microsoft stellte dieses Produkt zunächst als alternativlos dar.
Im Rahmen einer Markterkundung suchte der Auftraggeber dennoch nach Alternativlösungen, um seinen Beschaffungsbedarf unter Einhaltung des vergaberechtlichen Wettbewerbsgrundsatzes kurzfristig decken zu können, leider erfolgslos. Denn in der Kürze der Zeit konnte insbesondere nicht abschließend geklärt werden, in wie weit sichergestellt ist, dass andere Marktteilnehmer rechtlich und tatsächlich in der Lage sind, die proprietären Microsoft-Produkte so umfassend und lückenlos zu supporten, wie dies Microsoft mit deren eigenen Tools möglich ist, um Sicherheitsrisiken auf das geringste Maß zu minimieren.
Zwischenzeitlich konnte der Auftraggeber nach weiteren intensiven Abstimmungsgesprächen erreichen, dass Microsoft die gewünschten Leistungen doch aus dem ursprünglichen „Premier-Support" – Portfolio für ein weiteres Jahr anbietet.