Gegenstand der Ausschreibung sind Gebäudeplanungsleistungen nach HOAI für den Neubau des Förderzentrum Hochschwarzwald SBBZ in Titisee-Neustadt
Das „Förderzentrum Hochschwarzwald“ ist ein sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ) mit den Schwerpunkten Lernen, Sprache und geistige Entwicklung. Zurzeit besuchen etwa 100 Schüler*innen die Schule. Aktuell ist die Schule zusammen mit der Grund- und Werkrealschule in den Gebäuden der Hebelschule untergebracht. Für das Förderzentrum soll nun ein eigenes Gebäude errichtet werden. Die Abteilung geistige Entwicklung ist im Gemeinschaftshaus untergebracht. Das Baufeld grenzt direkt an. Die Planungsaufgabe umfasst den Neubau der Schule mit einem Raumprogramm von ca. 1.300 m² (ohne Erschließungsflächen ect.) unter besonderer Berücksichtigung der spezifischen sonderpädagogischen Anforderungen. Diese erfordern, dass die Schulleitung bei Planung und Bau kontinuierlich einzubinden ist.
Die Kostenobergrenze liegt bei ca. 5,5 Mio €. Es ist ein modernes Schulgebäude auf dem heutigen Stand der Technik zu errichten. Das Gebäude ist konstruktiv hochwertig und energetisch sinnvoll auszuführen (keine erhöhten energetischen Anforderungen). Ein Anschluss an das Nahwärmenetz ist bereits vorhanden. Es sollen regionale Baustoffe Verwendung finden (z.B. Holz). Die Schallschutzmaßnahmen sind auch unter Berücksichtigung der spezifischen sonderpädagogischen Anforderungen vorzunehmen.
Bei der Gebäudeplanung ist der zukünftige Bauunterhalt dahingehend zu berücksichtigen, dass die Folgekosten geringgehalten werden. Eine spätere Erweiterung des Schulgebäudes soll möglich sein.
Es liegt bereits ein Raumprogramm vor, wobei die Klassenräume eine flexible Raumnutzung für unterschiedliche Klassen, Klassengrößen und Nutzeranforderungen gewährleisten müssen. Ebenso müssen Differenzierungsräume im Anschluss an die Klassenzimmer zur sonderpädagogischen Förderung mitberücksichtigt werden. Farbigkeit, Licht und eine einladende und anregende Lernumgebung sind wichtige Gestaltungselemente um den Bedürfnissen dieser besonderen Schülerschaft gerecht zu werden. Besondere Berücksichtigung sollen auch Aufenthaltsbereiche innerhalb des Gebäudes finden unter anderem kreative Nutzung der Flurbereiche- z.B. für Lernnischen, Ruh- und Rückzugsmöglichkeiten. Die Barrierefreiheit des Gebäudes ist grundlegend.
Da das zukünftige Schulgebäude innerhalb des Schulcampus errichtet wird, ist die Einbindung in die Umgebungsbebauung und die (separat vergebene) Außenanlagenplanung von Bedeutung.
Durchgeführt wird ein zweistufiges Verhandlungsverfahren mit öffentlichen Teilnahmewettbewerb und Verhandlungsphase gem. gemäß §§ 14, 17 und 73 ff VgV für Leistungen der Gebäudeplanung nach HOAI Teil 3, Abschnitt 1, § 34. Das zweistufige Verfahren beinhaltet den öffentlichen Teilnahmewettbewerb (1. Stufe: Auswahlphase) und die Verhandlungsphase (2. Stufe: Angebotsabgabe und Verhandlungsgespräche).