Die Bildung von selbstgenutztem Wohneigentum ist ein wichtiger Baustein für die private Altersvorsorge, die Wohnungsversorgung sowie die strategische
Stadtentwicklung. Jedoch fehlen in den amtlichen Statistiken detaillierte empirische Datengrundlagen über die Erwerbsvorgänge sowie räumliche und
gebäudebezogene Informationen. In der Vergangenheit wurde diese Datenlücke u.a. im Rahmen einer Mehrbezieherstudie, die seit den 1970er Jahre im 3-4
Jahresrhythmus durchgeführt wurde, geschlossen. Abgekoppelt von dieser Mehrbezieherstudie wurde die Befragung zuletzt im Jahr 2018 für die
Untersuchungsjahre 2012-2017 vom BBSR beauftragt und durchgeführt. Die Fortführung der Zeitreihen soll im Rahmen dieser Studie erfolgen, in der
Informationen zu Erwerbsvorgängen im Wohneigentum erhoben werden. Die Befragung beinhaltet Informationen zu Objekt- und Erwerberstrukturen,
Finanzierungsstrategien - auch im Hinblick auf die Corona-Pandemie, Nutzung von Fördermaßnahmen, Wohneigentum als Altersvorsorge sowie energetischen
Maßnahmen im selbstgenutzten Wohneigentum usw. Hierbei werden die Erwerberjahrgänge 2018 bis 2021 untersucht.
Die Ergebnisse fließen in wohnungspolitische Maßnahmen der Bundesregierung sowie in die Wohnungsmarktbeobachtung des BBSR ein und bieten eine wichtige
Informationsgrundlage zur Wohneigentumsbildung in Deutschland. Diese Erhebung ist die einzige in Deutschland, die als Zeitreihe konzipiert ist und alle
Haushalte, inkl. derer, die Wohneigentum zu 100 % aus eigener Liquidität finanzieren, sowie Wohneigentumsbildung durch Erbschaften bzw.
Schenkungen von Immobilien untersucht. Durch diese umfassende Betrachtung sind die Ergebnisse von hohem Informationsgehalt.
siehe Leistungsbeschreibung