Lieferung, Aufstellung, Installation und Einweisung einer Versuchsanlage zur reaktionstechnischen Untersuchung der Ammoniaksynthese und Lieferung, Aufstellung, Installation und Einweisung eines Gaschromatographen
Das Gerät beinhaltet zwei unabhängige Festbettreaktoren, die mit separaten Gasdosiersträngen ausgestattet sind und bei ca. 500 °C und 80 bar kontinuierlich betrieben werden können. Dafür ist die Zusammensetzung der Gaszuführung, sowie der Betriebsdruck und die Betriebstemperatur jedes einzelnen Reaktors unabhängig einstellbar. Die Reaktorschaltung erlaubt den seriellen sowie den parallelen und einzelnen Betrieb beider Reaktoren und enthält Bypass-Leitungen für beide Reaktoren. Zwischen beiden Gasdosiersträngen ist eine Umschaltung möglich, um den Gaszufluss eines Reaktors vorzugsweise sprungförmig (< 1 s) zu ändern. Wünschenswert ist eine wechselseitige, sprungförmige Umschaltung zwischen beiden parallelen Reaktoren. Jeder Reaktor wird mit festen Katalysatorproben befüllt. In einem typischen Experiment werden ca. 2 g (bzw. ca. 2 mL) Katalysator in jeden Reaktor befüllt und bei bis zu 500 °C und 80 bar mit einem kontinuierlichen Gasstrom aus N2, H2 und Edelgasen kontaktiert. Dabei bildet sich NH3, das zusammen mit den Inertgasen und den Resten der Edukte aus dem Reaktor ausströmt. Aus dem austretenden Gasstrom werden regelmäßig Proben zur quantitativen Online-Analyse mittels Gaschromatograph (Los 2) entnommen.
Der Gaschromatograph soll zur quantitativen Analyse von Gaszusammensetzungen dienen und über eine beheizte Zuleitung an das Hauptgerät (Versuchsanlage zur Ammoniaksynthese, Los 1) angeschlossen werden. Es soll in regelmäßigen Abständen in geeigneter Weise eine Probe aus einer kontinuierlichen Gasströmung entnommen und gaschromatographisch analysiert werden. Das Gerät muss dabei für die beschriebene Messaufgabe geeignet und gegen Ammoniak beständig sein. Die Kalibrierung des Gaschromatographen muss anhand von Kalibriergasen möglich sein, vorzugsweise an einem separaten Kalibrieranschluss.