Objektplanung Gebäude, LPH 1-9 gem. Leistungsbild § 34 HOAI
Das Gebäude am Residenzplatz 6 wurde 1955 errichtet und diente bis 1979 als Rotkreuzhaus. 1979 fand eine Umnutzung zum Hort für Kinder stadteigener Grundschulen statt. Im Sommer 2020 zog schließlich der Kinderhort in die neuen Räume des Hortes Emil-Silberhorn an der Bräugasse um. Seitdem steht das Ge-bäude leer. Im direkten Umfeld befindet sich aktuell die Baustelle zur Errichtung der Außenstelle der Technischen Hochschule Nürnberg und das Objekt Residenzplatz 6 steht im Kontext mit den historischen Gebäuden des Amtsgerichts, dem Reitstadel und der Residenz, die sich um den Residenzplatz anordnen.
Die Nutzung wird zu Gunsten der Schaffung von Büro-/ Verwaltungsräumen in allen Geschossen geändert. Zu beachten ist, dass sowohl durch die innerstädtischen Gegebenheiten wie auch durch den Baustellenbetrieb am Neubau der Außenstelle der Technischen Hochschule Nürnberg beengte räumliche Verhältnisse und Beeinträchtigungen herrschen.
Grundgedanke der Generalsanierung mit Aufstockung ist die Schaffung einer verbesserten raumbildenden Kante und damit eine Aufwertung des städtebaulichen Raumschlusses zum Residenzplatz. Das gesam-te Gebäude wird bis auf den Rohbauzustand zurückgeführt, das Dach rückgebaut, das Gebäude um ein Stockwerk erhöht und das gesamte Objekt auf den heutigen Stand der Technik gebracht. Die Tragstruktur des Gebäudes entspricht der Bauweise der Nachkriegszeit. Eine Aufstockung ist machbar, jedoch nur in leichter Holzbauweise. Untersuchungen zur eigenen Statik sowie der der bestehenden Tiefgarage am Residenzplatz sind zwingend erforderlich.