Wartungs- und Servicevertrag für Transmissionselektronenmikroskope Titan 80-300 und Talos F200X der Firma FEI zur Sicherung eines kontinuierlichen, störungsfreien sowie effektiven Auftrags- und Forschungsbetrieb. Zur Minimierung von Ausfallzeiten sind die Gerätesysteme einmal jährlich zu warten und zu kalibrieren sowie bei Störungen oder Havarie umgehend instand zu setzen. Ein Service soll dabei spätestens nach 7 Tagen erfolgen. Bei Reparaturen müssen alle notwendigen Ersatzteile im gleichen Zeitraum stets verfügbar sein.
Am HZDR werden im Rahmen der strukturellen und analytischen Charakterisierung neuartiger nanoskaliger Materialien zwei Transmissionselektronenmikroskope (TEM) der Firma FEI betrieben: das Titan 80-300 (D3110) und das Talos F200X (D6331). Das Titan ist mit einem Bildkorrektor ausgestattet und wird bei einer Hochspannung bis 300 kV eingesetzt. Es gestattet somit höchst auflösende Mikroskopie bis hinab auf die atomare Skala. Mit dem angebauten Gatan Imaging Filter (GIF) können die analytischen Methoden energiegefilterter Transmissionselektronenmikroskopie (EFTEM) und Elektronenenergieverlustspektroskopie (EELS) betrieben werden. Ergänzend dazu erlaubt das Talos bei einer Betriebsspannung bis 200 kV mit seinem Super-X-Detektor das Element-Mapping basierend auf energiedispersiver Röntgenspektroskopie (EDXS). Mit Heiz- und Dehnungshaltern können verschiedene in-situ-Experimente realisiert werden. Zusätzliche Spezialhalter gestatten im Rahmen der Elektronentomographie die dreidimensionale Charakterisierung nanoskaliger Objekte. Die beiden TEMs am HZDR werden bei einem sehr hohen Auslastungsgrad von mindestens 4 TEM-Spezialisten betrieben. Sowohl personell als auch inhaltlich werden sie von mehreren Instituten des HZDR in Anspruch genommen. Sie sind maßgeblich in nationale und internationale wissenschaftliche Projekte eingebunden. Ihr Einsatz erlaubt die Etablierung, Vertiefung und Pflege wissenschaftlicher Kooperationen sowohl auf nationaler (Sachsen, Deutschland) als auch auf globaler Ebene (europa- und Weltweit). Die Nutzung beider TEMs generiert kontinuierlich einen quantitativ wie qualitativ hohen wissenschaftlichen Output, insbesondere in Form wissenschaftlicher Veröffentlichungen in referierten Fachzeitschriften oder Beiträgen auf internationalen Konferenzen.
Aufgrund ihrer unterschiedlichen Ausstattung werden beide TEMs des HZDR komplementär eingesetzt. Da die meisten Analyseaufgaben den kombinierten Einsatz von Abbildung und Analytik verlangen, kann beim Ausfall eines Gerätes nur die reine Bildgebung durch das jeweils andere Mikroskop übernommen werden. Ein längerer Geräteausfall führt dann zu signifikanten Verzögerungen und schließlich zum Stau der Arbeiten. Ein zeitlicher Verzug bei der Bearbeitung der Analyseaufgaben und eine mögliche Gefährdung beim Erreichen von Projektzielen wären die Folgen. Um einen kontinuierlichen, störungsfreien sowie effektiven Auftrags- und Forschungsbetrieb jederzeit zu sichern, ist daher die Einbindung der beiden sehr komplexen TEMs in einen gemeinsamen Reparatur- und Wartungsvertrag von unbedingter Notwendigkeit. Zur Minimierung von Ausfallzeiten sind die Gerätesysteme einmal jährlich zu warten und zu kalibrieren sowie bei Störungen oder Havarie umgehend instand zu setzen. Ein Service soll dabei spätestens nach 7 Tagen erfolgen. Bei Reparaturen müssen alle notwendigen Ersatzteile im gleichen Zeitraum stets verfügbar sein.