In der Unterems von km 0,0 bis 40,7 und der Leda von km 22,9 bis 24,8 sind voraussichtlich von Juni 2023 bis Oktober 2024 ca. 2,35 Mio. m³ Boden zu baggern, zu fördern und zu verspülen/verklappen.
Weiterhin sind temporäre Umschlagstationen einzurichten.
Die auszuführenden Bauleistungen sind Nassbaggerarbeiten zur Erhaltung und Wiederherstellung der erforderlichen Tiefen und Breiten in der Unterems und Leda.
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Im Zuge der zeitweisen Anpassung der Unterems für tiefgehende Schiffe (Bedarfstiefe) müssen im Baggerrevier von Papenburg bis Emden in den Jahren 2023 bis 2024 Baggerkampagnen ausgeführt werden. Dafür ist es erforderlich, Boden von Ems-km 0,0 bis Ems-km 40,7 inkl. der vorhandenen Liegestellen entlang der Strecke im Nassbaggerverfahren zu baggern, zu fördern (transportieren) und in die binnendeichs liegenden Ablagerungsflächen (Ziffer 3.2.5 der Baubeschreibung) zu verspülen (ca. 2,25 Mio. m³) oder auf die in der Ems liegenden Ablagerungsflächen (Flusslauf und Ästuar) zu verklappen (ca. 0,10 Mio. m³).
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Der Auftragnehmer (AN) hat bei Ems-km 6,4 eine temporäre Umschlagstation einschl. Leitung zum Ufer einzurichten und an die dort vorhandene Leitung des Auftraggebers (AG) anzuschließen. Während der Baggerkampagnen ist diese Umschlagstation einschl. Anschlussvorrichtung nach Leda-km 22,9 (für Einspülung Breinermoor) und Ems-km 13,75 (für Einspülung nach Kloster Muhde) zu versetzen und an eine dort vorhandene Spülrohr(schwimm)leitung DN 500 anzuschließen. Es ist davon auszugehen, dass insgesamt 7 Versetzvorgänge innerhalb der Vertrags-laufzeit vorzunehmen sind.
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Bei Ems-km 42,2 hat der AN eine temporäre Umschlagstation einschl. einer ca. 75 m langen Schwimmrohrleitung (DN 600) zum Ufer einzurichten und an eine dort vor-handene Leitung (DN 600) anzuschließen
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Bei Ems-km 45,1 hat der AN eine temporäre Umschlagstation einschl. einer ca. 200 m langen Dükerleitung (DN 600) zum Ufer einzurichten und an eine dort vorhandene Leitung (DN 600) anzuschließen. Die Dükerleitung ist so zu sichern, dass ein Vertrieb durch Gezeitenströmung, Sturm, Eisgang etc. verhindert wird.
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Der AN hat die vorgenannten temporären Umschlagstationen sowie die vom AG be-reitgestellten stationären Umschlagstationen bei Ems-km 7,1 und Ems-km 22,1 zu benutzen und den Spülbetrieb zu gewährleisten.
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Der zu baggernde Boden in der Unterems und Leda besteht z. Zt. aus ca. 90 % Schlick und ca. 10 % Sand. Die Konsistenz des Schlicks ist überwiegend „breiig“ bis „weich“. Bedingt durch geänderte Oberwasserabflüsse (Zufluss aus der Oberems) können sich jedoch die Bodenarten und -Mengen erheblich verändern. Insbesondere im Bereich von Ems-km 0,0 bis Ems-km 4,0 und Ems-km 20 bis Ems-km 40,7 ist stellenweise mit Sandboden bzw. Boden mit erhöhtem Sandanteil zu rechnen (siehe auch Kap. 2.6). Dieses ist bei der Auslegung des Spülbetriebes zu berücksichtigen.
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Die Baggerarbeiten zur Herstellung der Bedarfstiefen in der Unterems und Leda erfolgen in drei Kampagnen. Nähere Informationen dazu entnehmen sie bitte der Baubeschreibung.