Der Freistaat Sachsen plant den Neubau eines Laborgebäudes für das Kriminalwissenschaftliche und –technische Institutes (KTI) des Landeskriminalamtes Sachsen auf dem Standort Neuländer Straße 60 in 01129 Dresden. Um die Arbeitsweise zu verbessern und Synergien durch die gemeinsame Nutzung von Speziallaboren, technischen Geräten, Sondergasen usw. zu schaffen, sollen alle Abteilungen des KTI konzentriert in diesem Neubau auf der Liegenschaft untergebracht werden. Das neu zu errichtende Laborgebäude (S1 und S2-Labore) soll nachhaltig errichtet und im Standard „Gold“ des Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) in der Systemvariante BNB-LN 2014 (Neubau Laborgebäude) zertifiziert werden.
Der genehmigte Flächenbedarf beträgt 4.737 m
Weitergehende Informationen finden Sie in den Vergabeunterlagen, welche in dem Punkt I.3. genannten Link zur Verfügung gestellt werden.
Gegenstand des Auftrages sind die Leistungen der Fachplanung Technische Gebäudeausrüstung für folgende Anlagengruppen:
1. Abwasser-, Wasser- und Gasanlagen;
2. Wärmeversorgungsanlagen;
3. Lufttechnische Anlagen;
4. Starkstromanlagen;
5. Fernmelde- und Informationstechnische Anlagen;
6. Förderanlagen;
7. Nutzungsspezifische Anlagen und Verfahrenstechnische Anlagen ohne Labortechnik;
8. Gebäudeautomation.
Es ist geplant, die Ingenieurleistungen gemäß HOAI § 53 für die Leistungsphasen 2-4 zu vergeben.
Das vollständige Leistungsbild sowie der Mustervertrag ist in den bereitgestellte Auftragsunterlagen einsehbar unter: http://www.sib.sachsen.de/de/formulare_publikationen/formulare_und_vorlagen/vof_vob_vol_und_wettbewerbe/
Aufgrund der BNB-Zertifizierung in Gold kommt der wirtschaftlichen Erzielung einer hohen Energieeffizienz des Gebäudes eine große Bedeutung zu. Ziel im Rahmen des Projektes ist dabei, die primärenergetischen Anforderungen nach EnEV 2014 (Anforderungen ab 1.1.2016) um mindestens 20 %, im Idealfall ungefähr 30 % zu unterschreiten. Im Sinne einer betriebsoptimierten Lösung sollte die Endenergie des Gebäudes deutlich unter der des Referenzgebäudes nach EnEV liegen. Die Anlagentechnik ist im Sinne einer integralen Planung darauf auszulegen, den Energiebedarf für den Betrieb der Liegenschaft zentral durch den Einsatz gebündelter, hocheffizienter und innovativer Technologien im Kontext mit dem verantwortlichen Planungsteam zu minimieren und speziell auf den Baukörper abzustimmen.
Zusammen mit dem interdisziplinären Team ist im Rahmen der Planung ein innovatives Konzept zur erarbeiten, um das Gebäude an die vorhandene Infrastruktur der Liegenschaft anzubinden und die anspruchsvollen Ziele aus der BNB-Zertifizierung zu erreichen. Das Projektteam wird durch einen BNB-Koordinator sowie Projektsteurer unterstützt.