Der Kauf, die Implementierung und die Inbetriebnahme eines Workforce Management Systems für die Betriebs- und Instandhaltungsprozesse in Strom, Gas, Wasser und Wärme Verteilnetzen sowie die entsprechende Wartung der Software.
Die Stadtwerke Hannover AG zählt mit einem Jahresumsatz von rund 2,4 Milliarden EUR zu den größten kommunalen Energieversorgern Deutschlands. Unter der Dachmarke „enercity – positive energie“ bietet sie Strom, Erdgas, Wasser und Fernwärme sowie energienahe Dienstleistungen an. Rund 700 000 Menschen in Hannover und der Region Hannover nutzen die Produkte von enercity. Bei enercity handelt es sich um ein Grundversorgungsunternehmen. In diesem Zusammenhang sind im Tagesgeschäft als rechtliche Grundlagen neben dem Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) auch die Grundversorgungsverordnung für Strom (StromGVV), Gas (GasGVV), Wasser (AVBWasserV) und Wärme (AVBFernwärmeV) zu berücksichtigen.
Inhalt des Beschaffungsvorganges ist eine Software für ein Workforce Management System für die Betriebs- und Instandhaltungsprozesse in Strom, Gas, Wasser und Wärme Verteilnetzen für die Stadtwerke Hannover zur Steuerung von ca. 220 mobilen Mitarbeitern.
Wesentliche Inhalte und Ziele des Projektes sind:
— Erstellung eines Proof of Concept zur Sicherstellung der technischen Leistungsfähigkeit;
— Migration der Altprozesse auf das neue WFM-System;
— Abbildung von 17 Neuprozessen (Innovationen) im WFM-System;
— Agiles Vorgehen in der Entwicklung – Gemeinsame Teams mit den IT-Mitarbeitern der Stadtwerke Hannover sowie schnelle und integrierte Zyklen von Entwickeln, Testen, Überarbeiten, Freigeben etc.
Für die Implementierung des Systems sind u.a. Schnittstellen zu folgenden Systemen auszuprägen:
— SAP PM;
— SAP MM;
— SAP HCM;
— Lovion Betriebsmitteldatenbank;
— Leitstellensystem;
— Geodatensystem;
— usw.
Für die Migration der Ist-Prozesse (technische Netzprozesse) ist die Portierung aus dem bisherigen [FIS]-System (Workforce Management) sowie eine grundlegende Überarbeitung dieser Prozesse vor dem Hintergrund einer Optimierung und Beschränkung auf das technisch Notwendige vorgesehen.
Das Projekt umfasst dabei sowohl eine stationäre Lösung für die Disposition der Monteure sowie der verbundenen administrativen und planerischen Tätigkeiten als auch eine mobile Lösung für den Monteur zur Bearbeitung, Anlegung, Rückmeldung etc. von Aufträgen in der Fläche.
Bezüglich der 17 Neuprozesse sind insbesondere folgende Funktionalitäten von besonderer Wichtigkeit und in einem neuen System zwingend abzubilden:
— Eine automatisierte Disposition der Aufgaben für die Monteure unter Berücksichtigung aller relevanten Rahmenbedingungen und unter Anwendung noch zu definierender Priorisierungsregeln.
— Eine interaktive mobile Auftragsansicht für den Monteur zur Darstellung seiner aktuellen Aufträge im Kalender-, Listen sowie Kartenformat und Bearbeitung dieser direkt auf der Ansicht.
— Die Bereitstellung von multifunktionalen Kommunikationswerkzeugen u.a. Audio, Video, Messenger etc. als integraler Bestandteil der mobilen Anwendung.
— Implementierbarkeit der mobilen Anwendungen auf diversen Plattformen, mindestens iOS, Android und Windows.
Im Rahmen des Proof of Concept soll vor einer breitflächigen Implementierung die Leistungsfähigkeit des Anbieters sowie des Produktes an einer kritischen Anforderung getestet werden. Hierbei soll die Machbarkeit durch die direkte Realisierung der Anforderung in den Systemen der Stadtwerke Hannover AG geprüft und getestet werden. Der genaue Umfang des Proof of Concept wird in den Angebotsunterlagen beschrieben.
Die Stadtwerke Hannover AG behalten sich vor ggf. zwei Bieter mit der Durchführung des Proof of Concepts zu beauftragen. Die Abwicklung des Gesamtauftrages erfolgt nur mit einem Anbieter.
Projektlaufzeit:
— Projektstart ist März 2017;
— Abschluss des Proof of Concept April 2017;
— Liveschaltung des neuen WFM-Systems im Juli 2018;
— Ab Juli 2018 Entwicklung weiterer Innovationen.