Es wird die Planung der Technischen Gebäudeausrüstung für den Neubau eines 4-geschossigen Hauptgebäude mit einem eingeschossigen Annex ausgeschrieben. Dieses Gebäude ist zur dauerhaften Unterbringung und Zentralisierung der Abteilung Filmarchiv und mit direkter baulicher Anbindung an das vorhandene Gebäude VIII (1.BA) geplant.
Der Umfang für dieses Vergabeverfahren beinhaltet die Planung der Technischen Gebäudeausrüstung für die Leistungsphase 3 mit dem Ergebnis der Erstellung einer finalen Projektunterlage (FPU) nach Neuer RBBau (Ausgabe 01.10.2022) Abschnitt E 3 sowie die weiteren Leistungsphasen 4 bis 8. Grundlage für die Planung ist die genehmigte, festgesetzte und haushaltsmäßig anerkannte ES-Bau.
Beschreibung
Bei der geplanten Maßnahme handelt es sich um den II. Bauabschnitt des Bundesfilmarchivs am Standort Hoppegarten. Geplant ist ein kompakter viergeschossiger Neubau mit eingeschossigem Anbau, der sich über einen Verbindungsgang an den 1. Bauabschnitt angliedert. Für das gesamte Gebäude ist der Leitfaden für nachhaltiges Bauen und Barrierefreiheit anzuwenden. Das Gebäude ist nach energetischen Standard EGB 40 auszulegen. Hierbei sind für die Erfüllung der primärenergetischen Vorgaben Maßnahmen zur regenerativen Energieerzeugung bzw. der Einsatz Erneuerbarer Energien erforderlich.
Im Erdgeschoss sind Arbeits-, Technik- und Aufenthaltsräume angeordnet, welche zum größten Teils über die Fenster in der Außenfassade natürlich belichtet werden. Im Obergeschoss ist die Fassade zu großen Anteilen fensterlos gestaltet, da die Lagerung des Filmmateriales keine Öffnung nach außen zulässt. Für die Filmarchivräume sind je nach Nutzung unterschiedliche Klimabedingungen ganzjährig zu realisieren, wobei hier 3 unterschiedliche Klimazonen zu berücksichtigen sind: für Benutzungsstück mit 20°C und 50%r.F.; für Quarantäne, Magnetfilme, SW-Filme mit 12°C und 30% r.F. oder 6°C und 50% r.F. sowie für Farbfilme mit -6°C und 30% r.F., Regelabweichung +/- 2 K und +/-5% r.F. Für die Sicherstellung der erforderlichen Raumklimabedingungen sind Redundanzen für die Kälteerzeugung und Lüftungsanlagen vorzusehen.
Für die Wärmeerzeugung werden diese nicht notwendig. Die Wärmeerzeugungsanlage ist zentral über ein BHKW und ein Gasbrennwertkessel, welche den 1.Bauabschnitt ebenfalls mitversorgt, geplant. Als 2. Variante ist auf Grund der derzeitigen Wirtschaftslage eine Kombination von Fernwärme und BHKW in die Betrachtung zur Energieversorgung mitaufzunehmen und neu zu beurteilen. Die Wärmeverteilung erfolgt über Plattenheizkörper bzw. Röhrenradiatoren.
Das Gebäudedach ist als Flachdach ausgebildet und wird über innenliegenden Fallleitungen entwässert. Die Bereitstellung von Trinkwarmwasser für die Entnahmestellen im Gebäude ist dezentral vorzusehen. Die ver- und entsorgungstechnische Erschließung des Neubaus ist entsprechend mit zu planen.
Zur Sicherung des Archivmaterials sowie zur brandschutztechnischen Absicherung der Versorgungstechnik im Brandfall ist eine Gaslöschanlage zu planen.
Für die im Neubau geplanten technischen Anlagen sind Gebäudeautomationsanlagen zur Verarbeitung von Mess-, Steuerungs-, Regelungs-, Überwachungs- und Optimierungsfunktionen vorzusehen. Ein entsprechendes Konzept zum Technischen Monitoring ist aufzustellen und fortzuschreiben.
Nutzfläche 8.706 m² / BGF 13.331 m² / BRI 57.668 m³.